Android Auto: Update 17.4 stoppt ständige Verbindungsabbrüche

Es gibt kaum etwas Nervigeres im Auto-Alltag: Man fährt nach Navigation, hört Musik – und plötzlich friert der Bildschirm ein, der Ton bricht ab und das Infotainment meldet den kompletten Verbindungsverlust. Wer diesen Albtraum in den letzten Wochen regelmäßig erlebt hat, litt nicht an Halluzinationen, sondern an einem handfesten Google-Bug.
Google hat das Problem nun offiziell eingeräumt und verteilt endlich die rettende Aktualisierung.
Drei Minuten bis zum Freeze: Fehler in Versionen 17.1 bis 17.3
Das Phänomen trat reproduzierbar und extrem penetrant auf. Zahlreiche Nutzerberichte auf Reddit und im offiziellen Google-Supportforum schilderten denselben Ablauf: Nach oft exakt drei Minuten Betriebszeit streikte die Audioausgabe, das Display fror ein und die Verbindung brach komplett weg.
Dabei war es völlig egal, ob das Smartphone per USB-Kabel oder drahtlos per Wireless Android Auto gekoppelt war. Betroffen waren querbeet Geräte von Samsung Galaxy bis Google Pixel – sowohl an werkseitigen Infotainment-Systemen als auch an nachgerüsteten Head-Units von Drittherstellern. Als Notlösung half bisher nur ein mühsames Downgrade auf ältere APK-Versionen vor Version 17.1.
Google bestätigt Bugfix ab Android Auto 17.4
Wie ein Google Community Specialist im Herstellerforum bestätigte (via Android Authority und 9to5Google), ist die Ursache in der Smartphone-App isoliert und behoben. Der offizielle Fix ist ab Android Auto Version 17.4 integriert.
Wer von den ständigen Abstürzen geplagt wird, sollte ab sofort den Google Play Store manuell nach Updates durchsuchen. Da Google solche App-Updates gewohnt gestaffelt in Wellen ausrollt, kann es vereinzelt noch etwas dauern, bis Version 17.4 auf jedem Gerät landet.
Zweite Baustelle: VAG-Fahrer müssen zum Vertragshändler
Neben dem App-Bug existiert eine separate Verbindungspanne, die vor allem Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns (VW, Škoda, SEAT) betrifft. Hier liegt die Ursache laut Google allerdings nicht an der Android-Auto-App selbst, sondern an der fehlerhaften Firmware der fahrzeugeigenen Head-Unit.
Während Google seinen App-Fehler mit einem simplen Store-Update aus der Welt schafft, zeigt sich hier wieder die Trägheit klassischer Autokonzerne: Viele betroffene Fahrer erhalten den nötigen Patch nicht einfach „Over-the-Air“, sondern müssen für ein manuelles Steuergeräte-Update tatsächlich die Werkstatt ansteuern.
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