Audi A2 e-tron: Entwicklungszeit radikal gekürzt

Wenn die Ingolstädter bei Audi bisher eines perfektioniert hatten, dann waren es schmerzhaft lange Entwicklungszyklen. Beim kommenden Audi A2 e-tron schlägt der Konzern nun ein spürbar anderes Tempo an: Statt der bisher üblichen vier bis fünf Jahre soll die Entwicklungszeit massiv zusammengestrichen werden.
Möglich macht das vor allem eine spürbare Komplexitätsreduzierung bei den Teilenummern und gestraffte Abstimmungsprozesse. Zudem setzt Audi stark auf Wiederverwertung: Über 1.200 Fertigungskomponenten und 250 Roboter aus bestehenden Anlagen wurden einfach weitergenutzt – das spart schlicht Zeit und Millionen.
KI und Bin Picking in der Fertigung
Wer in die Fertigungshalle schaut, sieht auch dort deutliche Veränderungen. Der Radanbau läuft beim A2 e-tron vollautomatisch, und über KI-gestütztes „Bin Picking“ greifen Roboter Bauteile präzise aus ungeordneten Behältern. Dass Audi zusätzlich eigene KI-Wissensassistenten für die Werksarbeiter aufbaut, zeigt, wo die Reise im VW-Konzern hingeht.
Ein nötiger Schritt für den Standort Deutschland
Für den Standort Ingolstadt ist der Anlauf eine echte Ansage. Statt im Ausland billig zu produzieren, will Audi beweisen, dass Effizienz und Automation den Standort wettbewerbsfähig halten. Wenn die Qualität der ersten Kundenfahrzeuge trotz des 21 Monate schnelleren Tempos stimmt, hat Audi seine Hausaufgaben endlich gemacht.
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