BMW i3 M60: 630 PS im Elektro-3er – Der i4 hat ausgedient

Heck des 2027er BMW M350 xDrive in der Farbe Fire Vegas Red mit den ikonischen M-Streifen
Quelle: BMW
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BMW meint es ernst mit der Elektro-Mittelklasse. Während die Serienfertigung der regulären Limousine im Stammwerk angelaufen ist, sickern handfeste Details zum Performance-Flaggschiff durch: Der BMW i3 M60 schickt mit satten 630 PS und Technik des künftigen Elektro-M3 (Entwicklungscode ZA0) klare Ansagen nach Stuttgart und Ingolstadt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Power & Antrieb: 630 PS Allradleistung, abgeleitet aus der ZA0-Architektur des kommenden Elektro-M3.
  • Lade-Performance: 800-Volt-System mit bis zu 400 kW DC-Ladeleistung (10 auf 80 % in 21 Minuten).
  • Portfolio-Beben: Das Modell besiegelt das Aus für den BMW i4 bis spätestens 2027.
  • Ableger: Parallel zur Limousine plant München denBMW i3 Touring mit bis zu 900 km Reichweite.
ParameterWert
ModellBMW i3 M60 (Neue Klasse / NA0)
Systemleistung630 PS / Allradantrieb
Ladetechnik800 Volt, max. 400 kW DC
Ladezeit (10–80 %)ca. 21 Minuten
Basis-PlattformNeue Klasse (NA0)
Marktstart2026/2027

M3-Technik im zivilen Kleid

Der M60 rangiert direkt unter der reinrassigen M-Variante, leiht sich aber wesentliche Komponenten des High-Performance-Ablegers. Zwei Elektromotoren verteilen die Kraft bedarfsgerecht an beide Achsen. Dank neuer zylindrischer Batteriezellen und maßgeschneiderter Kühlung hält der Akku auch bei mehrfachen Beschleunigungsvorgängen die volle Peak-Leistung.

Optisch setzt das M Sport Package mit aerodynamisch optimierten Schürzen, zweifarbigen 20-Zoll-Rädern (Code 1066 M) und verbreiterter SpurAkzente. Wer Verbrenner-Symmetrie sucht, schaut beim Stromer ins Leere – der künftige Verbrenner-3er (G50) teilt sich zwar die Designsprache, behält aber wegen der Reihensechszylinder eine längere Frontpartie.

Ende einer Übergangslösung: Warum der i4 weichen muss

Mit der vollen Integration der 800-Volt-Architektur im Stammwerk zeigt sich das Dilemma älterer Mischplattformen: Das vorzeitige Aus für den BMW i4 ist beschlossene Sache. Der i4 war als CLAR-Derivat ein funktionierender Kompromiss, verliert gegen die reine Elektro-Plattform der Neuen Klasse aber in allen Schlüsseldisziplinen – von der Raumökonomie über das Gewicht bis zur Ladekurve.

Ebenfalls fest eingeplant: Ab der zweiten Jahreshälfte rollen die ersten Kundenfahrzeuge vom Band. Ob die radikale Umstellung bestehende Marken-Fans mitzieht oder vorerst zum Verbrenner-G50 greifen lässt, entscheidet am Ende der Preis – der reguläre i3 startet bei knapp 65.900 Euro, der M60 dürfte spürbar darüber liegen.

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