BMW iX3: Infineon liefert die Superbrains für die Neue Klasse

BMW iX3
Quelle: BMW

BMW macht Ernst und schickt den neuen iX3 am 7. März 2026 offiziell zu den Händlern. Das erste Modell der „Neuen Klasse“ bricht radikal mit alten Strukturen. Im Kern arbeitet das sogenannte Heart of Joy – ein Hochleistungscomputer, der Beschleunigung, Lenkung und Bremsen zentral bündelt. Bisher verteilten sich diese Aufgaben auf viele einzelne Steuergeräte. Nun übernimmt ein einziger AURIX-TC4D-Chip von Infineon die Regie. Das Ergebnis ist eine deutlich geringere Latenz, was Fahrer direkt durch ein responsiveres Handling und ein geschmeidigeres Fahrgefühl spüren.

Die technische Partnerschaft zwischen München und dem Halbleiter-Spezialisten aus Neubiberg geht jedoch weit über die reine Rechenpower hinaus. Infineon liefert die gesamte Hardware-Basis für die zonale Architektur des Fahrzeugs. Vier zentrale Recheneinheiten steuern alles von der Fahrdynamik bis zum Infotainment. Unterstützung erhalten sie von drei Zonensteuergeräten, die den Datenfluss und die Stromverteilung im Auto optimieren. Durch diesen Aufbau speckt der BMW iX3 massiv ab: Der Kabelbaum schrumpft um rund 600 Meter und wiegt 30 Prozent weniger als bei der Vorgängergeneration.

Ein großer Teil dieser Effizienz geht auf das Konto intelligenter eFuses. Diese elektronischen Sicherungen ersetzen bis zu 150 klassische Schmelzsicherungen pro Fahrzeug. Sie ermöglichen ein dynamisches Energiemanagement, das Verbraucher je nach Zustand – etwa beim Parken oder Laden – gezielt abschaltet. Das steigert die Energieeffizienz um satte 20 Prozent. Zudem entkoppelt die neue Architektur Software und Hardware konsequent. Updates kommen künftig per Over-the-Air (SOTA) auf das System, ohne dass Werkstattbesuche oder Hardware-Eingriffe nötig sind.

Infineon nutzt die eigene Hauptversammlung am 19. Februar 2026, um den Aktionären die Technik im BMW iX3 live zu demonstrieren. Der Halbleiterhersteller untermauert damit seinen Anspruch als Marktführer im Automotive-Sektor. Dass die Chips für automatisiertes Fahren auch in anderen Feldern funktionieren, deutete CEO Jochen Hanebeck bereits an: Künftig will man verstärkt auch Hardware für humanoide Roboter liefern. Wer den neuen iX3 selbst testen möchte, muss sich nur noch bis zum zweiten Märzwochenende gedulden.


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