BMW iX3: Reichweiten-Sieg enthüllt Effizienz-Schwachstelle

Der neue BMW iX3 holt im ersten Härtetest des britischen Magazins What Car? zwar die Reichweiten-Krone, entlarvt aber gleichzeitig eine echte Schwachstelle. Wie sich die ersten Details zur BMW Neue Klasse im Alltag schlagen, zeigt der direkte Vergleich mit dem Mercedes GLC EQ 400, dem Volvo EX60 P10 und dem Tesla Model Y Juniper Long Range. Die Tester fuhren die Akkus auf britischen Straßen praxisnah auf zehn Prozent herunter und rechneten die Gesamtlaufleistung an Schnellladesäulen hoch.
Das Ergebnis klingt auf dem Papier beeindruckend: 681 Kilometer praktische Reichweite spuckte die Hochrechnung für den Münchner aus, nachdem er erst bei 611 Kilometern die 10-Prozent-Marke knackte. Damit verweist er die Konkurrenz klar auf die Plätze. Doch der Teufel steckt im Detail.
Hoher Verbrauch frisst den Akku-Vorteil auf
Wer genau hinschaut, erkennt die Mogelpackung. Der BMW iX3 verfehlt seine offizielle WLTP-Angabe um satte 15,1 Prozent – der schlechteste Wert im gesamten Testfeld. Zum Vergleich: Der Mercedes GLC lag mit nur 53 Kilometern Abweichung extrem nah am Versprechen, während der Volvo EX60 117 Kilometer und das Tesla Model Y 153 Kilometer hinter der BMW-Reichweite blieben.
Auch beim Verbrauch offenbart der BMW Schwächen. Mit 3,65 Meilen pro kWh lieferte der iX3 die schlechteste Effizienz der vier Stromer ab. Mercedes und Volvo schafften 3,67 Meilen pro kWh, während Tesla mit 3,70 Meilen pro kWh vorangeht – was sich bereits im Spezifikations-Leak zum Tesla Model Y Juniper abzeichnete. BMW erkauft sich den ersten Platz also schlicht über einen riesigen Akku, statt über effiziente Antriebe. Ob man das wirklich braucht?
Sportlich abgestimmt, enttäuschend im Innenraum
Für den Gesamtsieg reicht es deshalb nicht. Fahrdynamisch bleibt der iX3 zwar der agilste SUV in der Runde, zahlt dafür aber einen hohen Preis beim Komfort. Ein spürbar straffes Fahrwerk sowie deutliche Wind- und Abrollgeräusche trüben den Gesamteindruck im Alltagsbetrieb.
Richtig bitter wird es beim Blick in den Innenraum. BMW setzt stark auf nachhaltige Materialien zur CO2-Reduktion, was laut den Testern spürbar auf Kosten der gefühlten Materialqualität geht. Wer viel Geld für ein Premium-SUV hinblättert, erwartet edle Oberflächen. Dass die Tester diese billige Haptik so deutlich ansprechen – das wurde aber auch Zeit!
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