VW ID. Polo: Schluss mit Touch-Frust und Aggro-Design

Schräge Frontansicht des neuen kompakten VW ID. Polo in auffälligem Lime-Gelb. Das günstige Elektroauto von Volkswagen zeigt moderne LED-Scheinwerfer und große Alufelgen in einer urbanen Straßenszene
Quelle: Volkswagen AG
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

VW-Chefdesigner Andreas Mindt zieht die Notbremse und gibt offen zu, was viele Fahrer seit Jahren ärgert: Bei den ersten ID-Modellen hat Volkswagen mächtig ins Klo gegriffen. Nach dem Dieselskandal 2015 musste überstürzt eine Elektro-Strategie her. Im Innovationswahn schossen die Designer übers Ziel hinaus, strichen haptische Schalter und verpassten den Autos ein gewöhnungsbedürftiges Styling.

Die Zeche zahlten die Käufer mit fummeligen Touch-Slidern und unergonomischen Cockpits. Dass dieser Kurs gescheitert ist, zeigt sich bereits beim VW ID.3 – und wird beim kommenden Einstiegs-Stromer nun konsequent korrigiert.

Echte Tasten feiern ihr Comeback

Das größte Ärgernis der letzten Jahre verschwindet zum Glück wieder in den Archiven: Sowohl beim überarbeiteten VW ID.3 Neo als auch beim neuen VW ID. Polo verbaut Wolfsburg wieder physische Tasten. Mindt stellt klar, dass die billig wirkenden Touch-Slider nervig und keineswegs so günstig in der Entwicklung waren wie gedacht.

Auch bei der Ergonomie korrigiert VW typische Denklehler. Zwar erlaubt der Elektroantrieb ein tiefes Armaturenbrett, doch im Sommer wird die riesige Glasfläche zum Backofen. Die Folge: Die Klimaanlage frisst wertvolle Energie, die eigentlich im Akku für die Reichweite bleiben sollte. Mit solchen Konstruktions-Ausrutschern soll beim ID. Polo Schluss sein.

Schluss mit der Aggressions-Optik auf der Straße

Beim Außendesign rückt VW von böse blickenden Fronten ab. Statt aggressiver Optik bekommt der VW ID. Polo ein sympathisches, klassisches Gesicht. Mindt hält den Trend zu aggressiven Zukunfts-Designs auf Autobahnen für absoluten Unsinn. Autos sollen verbinden und nicht die Gesellschaft spalten.

Wer unbedingt ein aggressives Auto braucht, um auf der linken Spur Drängler zu spielen, kann laut Mindt zu Cupra oder Lamborghini greifen. Der ID. Polo sieht stattdessen bewusst wieder aus wie ein klassischer Volkswagen – inklusive gewohnter Proportionen und freundlicher Frontpartie.

80er-Jahre Golf GTI als Retro-Feature im Display

Damit das sympathische Design nicht langweilig wirkt, baut VW eine ordentliche Portion Humor in den Innenraum ein. Auf Knopfdruck verwandelt sich das digitale Display im VW ID. Polo in den analogen Tacho eines 80er-Jahre Golf GTI inklusive Kassettenrekorder-Grafik fürs Infotainment.

Ergänzt wird das Ganze durch versteckte Easter Eggs am Armaturenbrett, der Heckscheibe und der Gummi-Ablage der Mittelkonsole. Ob man die Kassetten-Animation im Alltag wirklich braucht, sei dahingestellt – aber als Hommage an alte Zeiten ist das eine verdammt coole Idee.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert