BMW iX4: Neue Klasse Leaks enthüllen 800-km-Stromer vor Premiere

BMW iX4
Quelle: Stephen Hancock
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Ich habe mir die frisch im Netz aufgetauchten Bilder des neuen BMW iX4 genauer angesehen. Über das Profil des X-Nutzer @Kero_Wolf sind wenige Tage vor der offiziellen Premiere die ersten ungetarnten Aufnahmen des Elektro-Coupés an die Öffentlichkeit gelangt. Was die Münchner am kommenden Donnerstag feierlich enthüllen wollten, liegt damit vorab auf dem Tisch.

Neue-Klasse-Design: Warum der iX4 flacher als der iX3 wird

Wer beim BMW iX4 ein typisches Steilheck erwartet hat, wird beim Blick auf die Leaks überrascht sein. Die Münchner verpassen dem Stromer eine radikal abfallende Fastback-Silhouette, die optisch eher an einen sportlichen Gran Turismo als an einen klassischen Hochsitz erinnert. Damit grenzt sich der Neuling deutlich vom pragmatischeren BMW iX3 ab und positioniert sich direkt gegen Konkurrenten wie den Porsche Macan Electric oder Polestar 4.

Dass das Elektro-Coupé Ende 2026 zu den Händlern rollen soll, überrascht nach den Erlkönig-Sichtungen der vergangenen Monate kaum noch. Bereits vor einigen Wochen verdichteten sich die Anzeichen, dass der Marktstart des BMW iX4 für das Modelljahr 2027 fest eingeplant ist. Technische Kompromisse scheint BMW bei der aerodynamischen Karosserieform nicht einzugehen: Der Luftwiderstand dürfte im Vergleich zum normalen SUV noch einmal spürbar sinken, was der Effizienz auf der Autobahn zugutekommt.

Unter dem Blech nutzt der iX4 exakt das Fundament der Neuen Klasse. Die Antriebsarchitektur basiert auf der sechsten eDrive-Generation (Gen6) der Münchner und greift auf ein 108,7 kWh großes Akkupaket zurück. Wer den Stromer als BMW iX3 der Neue Klasse kennt, weiß um das Potenzial dieser Plattform: Bis zu 805 Kilometer WLTP-Reichweite stehen beim SUV-Pendant auf dem Papier. In den USA kommt wegen der 112,2-kWh-Batterie eine EPA-Reichweite von bis zu 434 Meilen zum Einsatz. Das Coupé dürfte diese Werte dank der strömungsgünstigen Heckpartie noch leicht übertreffen.

Cockpit-Revolution: 17,9-Zoll-Display und Panoramic Vision im Schnellcheck

Auch der Innenraum des iX4 bleibt von Spekulationen verschont, denn die geleakten Fotos zeigen das Armaturenbrett ohne jede Kaschierung. BMW zieht die angekündigte Interieur-Kehrtwende konsequent durch und wirft alte Bedienmuster über Bord. Im Zentrum thront ein riesiges Touch-Display mit einer Bildschirmdiagonale von 17,9 Zoll, kombiniert mit einem völlig neu gezeichneten Lenkrad.

Das eigentliche Highlight der Kabine zieht sich jedoch über die gesamte untere Windschutzscheibe: Das BMW Panoramic Vision 3D Head-Up Display. Diese Anzeige projiziert Fahrdaten, Navigation und Infotainment-Inhalte direkt in das Blickfeld aller Insassen, ohne die Sicht auf die Straße zu verdecken. Der klassische iDrive-Dreh-Drück-Steller gehört damit endgültig der Vergangenheit an.

Dass BMW diesen Designpfad für die gesamte Flotte durchzieht, zeigt der Blick auf das Portfolio. Selbst wenn die Münchner parallel dazu mit der i3 Limousine der Neue Klasse den klassischen Mittelklasse-Look pflegen, übernimmt das Cockpit im iX4 eins zu eins die identische Digitalarchitektur. Für Traditionalisten wird diese Reduzierung auf wenige Screens eine Umgewöhnung bedeuten, im Alltag wirkt das Layout aber extrem aufgeräumt.

Akku, Reichweite & Preise: Was kosten 40 xDrive und 50 xDrive?

Starten wird der BMW iX4 in zwei Allrad-Varianten: Als 40 xDrive und als stärkere 50 xDrive Ausführung. Beide Modelle setzen auf zwei Elektromotoren für permanenten Allradantrieb, unterscheiden sich jedoch bei der Systemleistung und der erzielbaren Reichweite. Welches Drehmoment der 50 xDrive genau abdrückt, behält BMW noch bis zur offiziellen Präsentation am Donnerstag für sich.

Finanziell sortiert sich das Coupé naturgemäß oberhalb des Geschwistermodells ein. Der BMW iX3 50 xDrive startet in Europa bei 73.925 Euro (in den USA bei 61.500 Dollar), während die europäische Basisversion iX3 40 mit 628 Kilometer WLTP-Reichweite ab 63.400 Euro in den Preislisten steht. Wer die flachere Dachlinie des iX4 fahren möchte, wird für den Design-Bonus noch einmal ein paar Tausend Euro drauflegen müssen.

Mit der offiziellen Weltpremiere am Donnerstag legt BMW die letzten verbleibenden Daten zu Fahrleistungen und Preisen offen. Dass die Leaks das Design bereits Tage zuvor enthüllt haben, nimmt dem Event zwar etwas die Überraschung, ändert aber nichts an der Ansage: Die Neue Klasse rollt an und lässt der Konkurrenz wenig Zeit zum Durchatmen.

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