BYD Seal 08: Flaggschiff-Limousine mit Blade Battery 2.0 und Megawatt-Laden enthüllt

BYD Seal 08
Quelle: MIIT
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BYD schickt im zweiten Quartal 2026 mit dem Seal 08 ein neues Schwergewicht auf den chinesischen Markt. Die über fünf Meter lange Limousine markiert das obere Ende der Ocean-Serie und hat technisch wenig mit dem hier bekannten Seal zu tun. Aktuelle Daten der Zulassungsbehörde MIIT bestätigen beeindruckende Maße von 5,15 Metern Länge und zwei Metern Breite. Optisch orientiert sich der Wagen an der Ocean-S-Designsprache und trägt einen auffälligen LiDAR-Sensor auf dem Dach. Dieser befeuert das fortschrittliche Assistenzsystem Eye of God B für teilautomatisiertes Fahren.

Das technische Highlight bildet die neue Blade Battery 2.0 auf Basis von Lithium-Eisenphosphat. In Kombination mit dem DM-i-Hybridsystem verspricht BYD eine rein elektrische Reichweite von über 1.000 Kilometern nach chinesischem CLTC-Standard. Realistisch dürften davon unter hiesigen Bedingungen etwa 700 Kilometer übrig bleiben. Beeindruckend fällt die Ladeleistung aus: Das System unterstützt das Laden im Megawatt-Bereich. Damit fließen laut Hersteller in nur fünf Minuten Strom für 400 Kilometer Reichweite in den Akku. Ein 200 kW starker Elektromotor übernimmt den Antrieb, während ein 1,5-Liter-Benziner lediglich als Generator fungiert.

Trotz der stattlichen Abmessungen verspricht BYD eine hohe Agilität. Eine integrierte Hinterradlenkung reduziert den Wendekreis beim Rangieren in der Stadt deutlich. Zudem verbaut der Konzern das aktive Fahrwerk DiSus-A, das Bodenwellen und Unebenheiten souverän ausgleicht. Das Fahrzeug steht auf einer modernen 800-Volt-Plattform, was die extrem kurzen Ladezeiten erst ermöglicht. Im Innenraum erwarten Beobachter eine konsequente Fortführung des digitalen Cockpits mit großen Displays, passend zur Positionierung gegen Konkurrenten wie das Tesla Model S oder den Nio ET7.

In China startet der Seal 08 bei umgerechnet etwa 36.000 Euro, wobei die Top-Versionen bis zu 49.000 Euro kosten könnten. Ob und wann BYD dieses Flaggschiff nach Europa bringt, bleibt vorerst offen. Angesichts der globalen Expansionspläne der Marke wäre ein späterer Export jedoch keine Überraschung.

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