BYD Yangwang Altior: Fotos zeigen den 5,50-Meter-Luxusliner

Seitenansicht BYD Yangwang Altior
Vollkommen ohne Tarnung zeigt sich der rund 5,50 Meter lange BYD Yangwang Altior kurz vor seiner Weltpremiere in Dubai | Quelle: BYD
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BYD macht ernst mit der absoluten Oberklasse: Kurz vor der offiziellen Weltpremiere in Dubai ist die neue Luxuslimousine Yangwang Altior erstmals völlig ungetarnt auf der Straße abgelichtet worden. Die Zeiten verklebter Erlkönige unter dem Codenamen „HU“ sind damit vorbei – die frischen Schnappschüsse zeigen das fertige Serienmodell, mit dem die Chinesen unverhohlen auf Maybach und Rolls-Royce zielen.

Wer dachte, BYD bleibt bei praktischen Alltags-Stromern, reibt sich hier verwundert die Augen. Rund 5,50 Meter Außenlänge, mächtige Chrom-Flächen, riesige Monoblock-Felgen und gegenläufig öffnende Portaltüren machen sofort klar, wer hier einsteigen soll. An der Front dominiert ein massiver Grill, dessen Muster an traditionelle chinesische Ritualgefäße angelehnt ist; oben auf dem Dach sitzt zudem gut sichtbar der LiDAR-Knubbel für BYDs „God’s Eye“-Fahrassistenten.

Was unter dem Blech und beim Preis zählt

Rein technisch fährt Yangwang wie gewohnt die ganz schweren Geschütze auf: Vier eigenständige Elektromotoren und ein aufwendiges hydraulisches Fahrwerk sollen dafür sorgen, dass der gut zweieinhalb Tonnen schwere Brocken sanft über jede Bodenwelle gleitet. Richtig spannend wird es aber beim Blick auf das Preisschild. In China steht ein Einstiegspreis von rund 2 Millionen Yuan im Raum – umgerechnet also satte 260.000 bis 300.000 Euro.

Rechnet man das mal eben gegen das bisherige Marken-Line-up gegen, wird die Ansage erst greifbar: Der ebenfalls riesige Yangwang U7 startet bei knapp 658.000 Yuan (rund 85.000 Euro). Für den Altior verlangt BYD also schlicht das Dreifache – ein saftiger Aufpreis von gut +204 Prozent. Für die Differenz von fast 1,34 Millionen Yuan stellt man sich hierzulande locker noch einen voll ausgestatteten BMW i7 oder Porsche Taycan daneben in die Garage. Ob wohlhabende Käufer in dieser Preisklasse tatsächlich zu einem chinesischen Fabrikat ohne jahrzehntelange Historie greifen, wird eine der spannendsten Fragen des Jahres.

Angriff auf Maybach: Reicht pure Hardware gegen das Prestige?

Der Yangwang Altior zeigt vor allem eins: BYD traut sich inzwischen zu, das Design spektakulärer Studien praktisch unverändert in Serie zu bauen. Statt nur über Renderings zu philosophieren, rollt das Flaggschiff genau so auf die Straßen – inklusive auffälliger Portaltüren und maximalem Prunk.

Ob und wann der Altior überhaupt den Weg nach Europa findet, steht aktuell noch in den Sternen; die Golfstaaten und der chinesische Heimatmarkt dürften zunächst klare Priorität haben. Fest steht für mich aber: BYD setzt den etablierten Luxusmarken technisch die Pistole auf die Brust.

Ganz ehrlich: Würdet ihr in der 300.000-Euro-Klasse zu einem chinesischen High-End-Stromer von BYD greifen oder bleibt ein Maybach oder Rolls-Royce in Sachen Status schlicht unschlagbar?

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