Dacia Spring 2026: 18.000 Euro – Aus für den Billig-König

Dacia zieht beim Dacia Spring 2026 den Stecker beim Thema Seifenkisten-Image. Die zweite Generation wechselt auf die RG-EV-Small-Plattform der Renault Group, teilt sich die Technik mit dem kommenden Renault Twingo und verliert dabei ihre größte Tugend: den extrem niedrigen Preis.
Plattform-Wechsel: Mehr Twingo, weniger Seifenkiste
Der neue Unterbau macht aus dem zittrigen Kleinstwagen endlich ein vollwertiges Auto. Mit 3,85 Meter Länge (+15 cm), 1,74 Meter Breite (+18 cm) und 1,49 Meter Höhe steht der Stromer stattlich auf der Straße. Der Innenraum profitiert spürbar vom Breitenwachstum, während der Wendekreis von 4,95 Metern extrem wendig bleibt.
Der Kofferraum schluckt praxistaugliche 337 Liter – damit liegt der Dacia fast auf dem Niveau des deutlich teureren Renault 5. Unter der vorderen Haube verbaut Dacia sogar einen kleinen 18-Liter-Frunk, der das Ladekabel aufnimmt. Das Leergewicht klettert durch die neue Architektur auf 1.212 kg.
Im Cockpit blickst du ab Werk auf ein digitales 7-Zoll-Instrumentendisplay. In der Basisausstattung Expression dient das eigene Smartphone als Infotainment-Ersatz via Media Control. Erst die Topversion Journey liefert einen echten 10,1-Zoll-Touchscreen mit kabellosem Apple CarPlay und Android Auto.

Lade-Realität: 50 kW DC gibt es nur gegen Aufpreis
Unter der Haube arbeitet ein Elektromotor mit 60 kW (80 PS) Leistung und 175 Nm Drehmoment. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 12,1 Sekunden, bei 130 km/h wird elektronisch abgeriegelt. Als Energiespeicher verbaut Dacia einen 27,5 kWh LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat), der eine WLTP-Reichweite von bis zu 250 Kilometern ermöglicht.
Beim Thema Laden offenbart der Hersteller den Rotstift:
- Serienausstattung (AC): Ein magerer 6,6-kW-Onboard-Lader. An der Haushaltssteckdose dauert das Laden von 15 auf 80 Prozent lange 9 Stunden. An einer verstärkten Steckdose vergehen 5 Stunden und 40 Minuten, an der 7-kW-Wallbox sind es 2 Stunden und 55 Minuten.
- Schnellladepaket (Aufpreis): Erst dieses Upgrade bringt 11 kW AC sowie einen 50 kW DC-Schnellladeanschluss. Damit lädt der Akku an der Ladesäule in 28 Minuten von 15 auf 80 Prozent. Wer regelmäßig Strecken außerhalb der Stadt fährt, muss dieses Paket zwingend dazubuchen.
Kosten-Check: Der Sprung von 12.000 auf 18.000 Euro
Gebaut wird die Neuauflage im slowenischen Werk Novo Mesto. Doch der technische Reifeprozess hat seinen Preis: Während der Ur-Spring zeitweise für unter 13.000 Euro verramscht wurde, startet der Dacia Spring 2026 bei rund 18.000 Euro.
Damit verliert Dacia seine Alleinstellung als billigster Stromer des Marktes an Konkurrenten wie den Leapmotor T03, der bereits ab 12.995 Euro startet. Der Dacia bietet zwar mehr Platz und die modernere Plattform, muss sich diesen Aufpreis im Alltag aber erst einmal verdienen.
Fakten-Matrix: Dacia Spring 2026 im harten Vergleich
| Technische Daten | Dacia Spring 2026 | Leapmotor T03 (Konkurrenz) |
| Basispreis | ca. 18.000 € | 12.995 € |
| Akkugröße (nutzbar) | 27,5 kWh (LFP) | 37,3 kWh (NMC) |
| WLTP-Reichweite | 250 km | 265 km |
| Leistung / Drehmoment | 80 PS (60 kW) / 175 Nm | 95 PS (70 kW) / 158 Nm |
| DC-Schnellladen | max. 50 kW (Aufpreis) | max. 45 kW (Serie) |
| Kofferraumvolumen | 337 Liter + 18 l Frunk | 210 Liter |
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
