Darauf ist bei Datenschutz im Internet wirklich zu achten

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Foto von Domenico Loia auf Unsplash

Das Internet ist zum täglichen Begleiter geworden. Ob Social-Media oder Onlineshopping, nahezu immer müsst ihr dabei in irgendeiner Form auch eure Daten preisgeben. Wir zeigen euch, wie ihr sicher im World Wide Web navigiert und euch vor einem Datendiebstahl schützt.

Öffentliche Netzwerke als Gefahr

Ihr habt keine Lust, zu Hause für die Uni zu büffeln? Dann ab ins nächste Café, Zeit für einen Tapetenwechsel. Dank des Laptops kommt die Recherche einfach mit und ihr könnt weiterhin produktiv arbeiten. Doch öffentliche Netzwerke stellen potenziell immer ein Risiko für eure Daten dar. Das gilt selbst dann, wenn ihr mit dem Smartphone schnell das WLAN im Einkaufszentrum nutzt oder euch am Flughafen ohne mobile Datenverbindung in ein öffentliches Netzwerk einloggt. Ob eine Person mit bösen Absichten eventuell gezielt nach unverschlüsselten Datenübertragungen sucht, könnt ihr nie wissen. Dabei müssen Cyberkriminelle gar keine Vollprofis sein. Mittlerweile gibt es sogar passende Software, mit der unverschlüsselte Datenübertragungen aus einem öffentlichen WLAN-Netzwerk einfach kopiert und gespeichert werden.

Die gute Nachricht: Ihr könnt euch genauso einfach davor schützen, dass eine fremde Person unbefugt und unbemerkt eure Daten abgreift. Verschlüsselung heißt in diesem Fall das Zauberwort. Möglich ist das beispielsweise mithilfe eines VPN. Beim Virtual Private Network ist eine SSL-Verschlüsselung moderner Standard. Ob Log-In oder Online-Zahlung, eure sensiblen Daten sind dank eines Black Friday VPN Deals sicher geschützt.

Vor allem im Urlaub bietet ein VPN dann gleich noch weitere Vorteile. Einige deutsche Webseiten sind im Ausland gesperrt, auch YouTube-Videos oder Streaming-Inhalte werden häufig mit einem sogenannten Geoblocker ausgestattet. So wollen sich die Anbieter vor missbräuchlicher Nutzung schützen. Trotz eines Abos könnt ihr die Inhalte dann nicht abrufen, wenn ihr beispielsweise gerade in der Türkei im Hotel entspannt. Das VPN simuliert hier eine deutsche IP-Adresse und löst euer Problem, sodass ihr alle Inhalte ganz einfach abrufen könnt.

Wie anonym ist der private Browser?

Die private Browser-Funktion am PC oder Smartphone scheint eine willkommene Hilfe, wenn ihr möglichst sicher durch das Internet surfen möchtet. Immerhin wird kein Verlauf gespeichert und damit ist das Ganze wesentlich sicherer, oder? Das gilt zumindest dann, wenn ihr euch den PC mit der ganzen Familie teilt und euch vor neugierigen Recherchen schützen möchtet. Ihr könnt zudem nicht unbemerkt in einem Konto angemeldet bleiben. Sobald ihr den privaten Browser schließt, werdet ihr automatisch von allen laufenden Sitzungen abgemeldet.

Doch wirkliche Datensicherheit bringt auch der Inkognito-Modus nicht. Werbetreibende können nach wie vor alle wichtigen Daten einsehen, auch die IP-Adresse wird im privaten Surf-Modus gesendet. Möchten Sie also möglichst anonym surfen, dann braucht es auch hier ein VPN.

Vorsicht bei Gewinnspielen

Das Internet ist mittlerweile voll von Gewinnspielen. Hier ein neues iPhone 17, da ein Traumurlaub. Was im ersten Moment wie eine nette Geste des Veranstalters wirkt, hat oft einen weniger schönen Hintergrund. Zwar könnt ihr in den meisten Fällen kostenlos teilnehmen, am Ende bezahlt ihr aber mit euren Daten. Nahezu immer müsst ihr diverse sensible Informationen wie eure Wohnadresse und euer Geburtsdatum angeben. Auch die Mailadresse ist häufig obligatorisch. Habt ihr nicht das Kleingedruckte gelesen, werdet ihr euch vermutlich schon bald über lästige Spam-Mails in eurem Postfach wundern. Häufig behalten sich Veranstalter von Online-Gewinnspielen nämlich das Recht vor, eure Daten für Marketingzwecke zu nutzen oder weiterzuverkaufen. Ihr wollt euch schützen? Dann könnt ihr euch im Bedarfsfall eine eigene Mailadresse anlegen, die ihr nur für solche Zwecke nutzt. Wir empfehlen euch zudem, nur bei seriösen Unternehmen an einem Gewinnspiel teilzunehmen. Schaut vorab zudem immer nach, wie eure Daten verarbeitet werden. Das muss der Gewinnspiel-Anbieter nämlich verpflichtend angeben.

Schärft eure Sinne gegen ausgeklügelte Phishing-Attacken

Einige Cyberkriminelle legen es gezielt darauf an, eure sensiblen Daten zu stehlen. Meist zielen die Kriminellen dabei auf Bank- oder Kreditkarteninformationen ab. Mithilfe von KI sind Phishing-Attacken mittlerweile nicht nur viel häufiger geworden, sondern auch ausgeklügelter. Ihr alle kennt die typischen Maschen per SMS, in denen über ein unzustellbares Paket berichtet wird oder in denen ihr eine fehlgeschlagene Überweisung prüfen sollt. Selbst hier ist schon Vorsicht gefragt, denn manchmal könnte der Betrugsversuch zeitlich tatsächlich zu einem aktuellen Problem von euch passen.

Daher folgende Tipps:

  • Banken und Kreditkartenanbieter werden euch niemals per SMS oder E-Mail kontaktieren, um Zahlungen anzufordern. Vertraut hier ausschließlich auf Push-Benachrichtigungen aus der App.
  • Habt ihr tatsächlich ein Paket bestellt, prüft unabhängig vom zugesendeten Link den Auftragsstatus. Gibt es ein Problem, klärt dieses proaktiv per E-Mail oder Telefon, statt auf einen Link zu klicken.

Übrigens ist es ein Mythos, dass vor allem ältere Menschen auf den Online-Datendiebstahl hereinfallen. Auch viele junge Internetnutzer werden zum Opfer von gezielten Phishing-Attacken. Im hektischen Alltag einmal nicht aufgepasst, klickt ihr vielleicht schnell einmal auf einen Fake-Link. Auffallen tut das dann erst einmal nicht, denn die nachgebildeten Webseiten wirken in der Regel täuschend echt. Auch klar erkennbare Rechtschreib- oder Grammatikfehler gehören dank Phishing mithilfe von Künstlicher Intelligenz der Vergangenheit an.

Speichert trotz Bequemlichkeit keine Zahlungsdaten

In der IT-Branche lebt man mittlerweile häufig nach dem Motto: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Unternehmen einem Cyberangriff zum Opfer fällt“ .Immer wieder tauchen im Darknet sogenannte Mega-Leaks auf. Dabei werden Milliarden von Zugangsdaten ahnungsloser Nutzer zum Verkauf angeboten. Diese Informationen stammen aus verschiedensten Hacks. Betroffen können kleine Onlineshops, aber auch große Namen wie Sony oder Amazon sein. Ihr selbst erfahrt in der Regel nicht, ob eure Zugangsdaten gestohlen wurden. Hinweise darauf zeigen sich erst dann, wenn es zu spät ist. Daher empfehlen wir euch, keine Zahlungsdaten im Internet zu speichern. Es ist zwar total bequem, wenn ihr im Onlineshop mit nur einem Klick einen Artikel bestellen könnt oder sich euer Abonnement automatisch verlängert. Wenn sich Cyberkriminelle mit gestohlenen Zugangsdaten nun aber in euren Account einloggen, haben Sie direkten Zugriff auf eure Bezahldaten. Es mag zwar etwas mühsam sein, sicherer ist es hingegen allemal, wenn ihr jedes Mal aufs Neue eure Bezahldaten eintippt, anstatt diese direkt im Kundenkonto zu hinterlegen. Auch hier kann es zudem wieder hilfreich sein, eine alternative E-Mail-Adresse zu nutzen.

Sichere Passwörter nutzen und regelmäßig wechseln

Es ist ein altes Lied und eigentlich weiß es ja jeder. Doch auch in puncto Passwörter siegt häufig die Bequemlichkeit. Vielleicht verwendet ja auch ihr überall dasselbe Passwort. Im Worst Case sogar noch eines, das maximal aus Buchstaben und Zahlen besteht, weil man sich das so gut merken kann. Wollt ihr eure Daten schützen, solltet ihr aber schnellstmöglich handeln! Denn die Cyberkriminellen arbeiten mittlerweile systematisch und mithilfe von Software. So kann die Kombination aus E-Mail und gestohlenem Passwort automatisiert bei zahlreichen Webseiten abgefragt werden. Nutzt ihr nun überall dasselbe Passwort, verliert ihr so eventuell den Zugriff auf zahlreiche Accounts.

An ein sicheres Passwort gibt es die folgenden Mindestanforderungen:

  • mindestens acht Zeichen
  • Groß- und Kleinbuchstaben
  • Zahlen
  • Sonderzeichen

Noch ein wichtiger Tipp aus der Praxis: Wir empfehlen euch, immer auf die 2-Faktor-Authentifizierung zurückzugreifen. Diese ist mittlerweile auf zahlreichen Webseiten verfügbar. Damit ihr euch einloggen könnt, müsst ihr in der Regel einen Code per E-Mail oder SMS eintippen. Das Passwort alleine reicht nicht mehr aus. Vor allem die Variante per SMS schützt euch selbst dann relativ zuverlässig, wenn ihr von einem Datendiebstahl im Internet betroffen seid. Da die Cyberkriminellen nicht auf eure Chats zugreifen können, sind eure Zugangsdaten praktisch nutzlos.

Was tun, wenn meine Daten im Internet gestohlen wurden?

Wenn ihr Opfer von Datendiebstahl oder Datenmissbrauch im Internet geworden seid, müsst ihr möglichst schnell handeln. Wurden unter Umständen eure Kreditkarteninformationen oder Bankdaten entwendet, solltet ihr im ersten Schritt die Karte beziehungsweise das Konto sperren lassen. Per Notfall-Hotline ist das 24/7 möglich und so verhindert ihr einen großen finanziellen Schaden. In weiterer Folge gilt es, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Zwar ist die Chance gering, dass die Täter am Ende gefasst werden. Dennoch ist es wichtig, den Vorfall zu melden. Habt ihr eine spezielle Versicherung abgeschlossen, die vor finanziellen Schäden durch Cyberkriminalität schützt, müsst ihr auch diese noch gesondert informieren. Wurde „nur“ ein Account gehackt, solltet ihr schnellstmöglich das Passwort zurücksetzen.

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