Donut Lab: Erste Ladetests der Feststoffbatterie im Elektromotorrad überzeugt

Das finnische Startup Donut Lab stellt sich der massiven Kritik der Fachwelt und liefert erste handfeste Daten zu seinem Feststoff-Akkupack. In einer Verge TS Pro absolvierte ein 18 kWh starker Energiespeicher einen Ladetest unter Realbedingungen. Das Ergebnis lässt aufhorchen: Innerhalb von nur fünf Minuten stieg der Ladestand von 10 % auf 50 %. Dabei hielt das System eine Ladeleistung von über 100 kW konstant durch. Besonders beeindruckend ist, dass Donut Lab hierbei auf eine einfache Luftkühlung setzt, während herkömmliche Elektroautos für vergleichbare Raten aufwendige Flüssigkeitskühlungen benötigen.
Nach insgesamt zwölf Minuten erreichte das Paket die 80-Prozent-Marke. Laut Donut Lab lädt die Neuentwicklung damit dreimal schneller als die bisherigen Lithium-Ionen-Akkus von Verge. Technisch basiert die Zelle wohl auf Titanoxid-Nanostrukturen, die Ionen extrem schnell binden, ohne dabei wie klassische Akkus zu verschleißt. Neben der Standardversion plant das Unternehmen bereits ein größeres Paket mit rund 30 kWh Kapazität. Dieses soll dem Motorrad eine Reichweite von bis zu 600 Kilometern ermöglichen.
Trotz dieser Vorführung bleibt die Skepsis in der Branche groß. Experten wie Shirley Meng von der University of Chicago vermissten auf der CES handfeste Belege für die versprochenen 100.000 Ladezyklen und die enorme Energiedichte von 400 Wh/kg. Donut Lab kontert diese Zweifel mit einer Transparenz-Offensive und unabhängigen Zelltests durch das finnische Forschungszentrum VTT. Diese bestätigten bereits eine enorme Hitzebeständigkeit bei 100 °C. Dennoch fordern Kritiker weiterhin standardisierte Tests des kompletten Akkupacks durch neutrale Dritte.
Das Timing ist entscheidend. Während Branchenriesen wie CATL oder Changan ihre Feststoff-Akkus erst für Ende 2026 oder später ankündigen, behauptet Donut Lab, bereits jetzt produktionsbereit zu sein. Sollten die Finnen tatsächlich im ersten Quartal 2026 die ersten Serienmaschinen an Kunden ausliefern, wäre das eine Premiere für den westlichen Markt.
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