Endlich verfügbar: BYD und Lynk & Co knacken mit Flash-Charging die 1-Megawatt-Grenze

Während hiesige E-Auto-Fahrer noch über verwaiste 50-kW-Säulen fluchen, hat in China längst die Ära der Megawatt-Ladung begonnen. BYD prescht mit der Kombination aus Blade Battery 2.0 und neuer Flash-Charging-Technik vor, um die Ladezeit für fast volle Akkus auf unter zehn Minuten zu drücken. Die nackten Zahlen wirken wie Science-Fiction: Ein Hub von 10 auf 97 Prozent in lediglich neun Minuten stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten.
Doch Geely-Tochter Lynk & Co hält mit dem Sportwagen 10+ aggressiv dagegen und unterbietet BYD im direkten Vergleich sogar minimal. Dank einer 900-Volt-Architektur zog der Wagen an einer Zeekr-Station in der Spitze 1,1 Megawatt und füllte seinen 95-kWh-Akku in knapp fünfeinhalb Minuten auf 80 Prozent. Diese brachiale Gewalt am Kabel verdeutlicht, dass die thermische Kontrolle der Batteriezellen mittlerweile auf einem Niveau agiert, das europäische Hersteller unter massiven Zugzwang setzt.
Skepsis bleibt jedoch bei der Infrastruktur angebracht, denn diese Ladeleistungen sind ohne flüssigkeitsgekühlte Megawatt-Kabel schlicht nicht realisierbar. Selbst wenn BYD erste Flash-Charger noch in diesem Jahr nach Europa bringt, dürfte das hiesige Stromnetz bei solchen Lastspitzen ohne massive Pufferspeicher reihenweise kapitulieren. Mein Eindruck: Wir sehen hier eine Machtdemonstration chinesischer Ingenieurskunst, die zeigt, dass die Reichweitenangst künftig nicht durch größere Batterien, sondern durch extrem kurze Standzeiten besiegt wird.
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