Epic Games wirft Apple Verzögerungstaktik im EU-Kartellfall vor

Epic Games Store
Quelle: Epic Games

Der Entwickler von Fortnite, Epic Games, hat Apple erneut beschuldigt, den Start seines eigenen Epic Games Store auf iOS-Geräten in Europa zu verzögern.

Laut Epic lehnt Apple die App des Unternehmens ab, weil die Schaltflächen und Beschriftungen für „Installieren“ und „In-App-Käufe“ denen im Apple App Store zu ähnlich seien.

Verstoß gegen den Digital Markets Act (DMA)

Epic Games argumentiert, dass Apples Verhalten gegen den Digital Markets Act (DMA) der EU verstößt, der Unternehmen mit marktbeherrschender Stellung wie Apple Auflagen zur Förderung des Wettbewerbs macht. Der DMA verpflichtet Apple unter anderem, App-Stores von Drittanbietern den Verkauf von iPhone-Apps zu gestatten.

Apple hat bereits zweimal Dokumente abgelehnt, die Epic Games zur Einführung des Epic Games Store eingereicht hatte. Der Grund: Das Design bestimmter Schaltflächen und Beschriftungen ähnelt laut Apple zu stark denen im eigenen App Store. Epic Games hält diese Begründung für haltlos und verweist auf gängige Standards in der Branche.

Beschwerde bei der EU-Kommission

Da Apple die App weiterhin blockiert, hat Epic Games erneut Beschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Die Kommission untersucht Apple bereits wegen möglicher Wettbewerbsverstöße im Zusammenhang mit dem App Store.

Der Rechtsstreit zwischen Epic Games und Apple findet parallel auch in den USA statt. Dort hatte ein Gericht zwar entschieden, dass Apple kein Monopol hat und keine App Stores von Drittanbietern zulassen muss, aber In-App-Verkäufe außerhalb des App Store erlauben muss.

Apple verlangt weiterhin Provision

Apple hat zwar angekündigt, diese Regelung umzusetzen, verlangt jedoch weiterhin eine Provision von 27% (12% für kleine Entwickler) für In-App-Käufe, die außerhalb des App Store getätigt werden. Epic Games sieht dies als Akt des bösen Willens und hat erneut rechtliche Schritte eingeleitet.

Quelle(n):
9to5Mac

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