Google Pixel 11: Der überstürzte Sprint an die Tech-Spitze mit dem TSMC 2-nm-Prozessor

Tensor G6-SoC des neuen Google Pixel 11
Quelle: Google
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Google will es jetzt mit aller Macht wissen und drückt beim Pixel 11 gewaltig aufs Tempo. Durch den vorgezogenen Launch-Termin schnappt sich das neue Herzstück namens Tensor G6 eine historische Premiere, die eigentlich seit Jahren fest für das iPhone reserviert war. Ein cleverer Marketing-Schachzug, der im harten Alltag der Nutzer allerdings einen verdammt hohen Preis fordern könnte.

Ein Papier-Sieg mit eingebautem Verfallsdatum

Der neue Leak aus China ist eine echte Ansage. Google lässt den Tensor G6 im brandneuen 2nm-Verfahren bei TSMC schmieden und rennt damit im August noch vor Apple oder Qualcomm durchs Ziel. Pustekuchen.

Hinter dem vermeintlichen Prestige-Erfolg lauert nämlich eine spürbare Kehrseite. Die Konkurrenz um Apples A20 Pro oder Qualcomms Snapdragon 8 Elite Gen 6 nutzt im Herbst eine weiterentwickelte Version des TSMC-Verfahrens. Mehr Effizienz, bessere Performance im Alltag. Google-Käufer spielen im August schlicht das Versuchskaninchen für die allererste, noch unfertige Ausbaustufe einer neuen Technologie.

Obendrein bleibt der Tensor G6 laut den Berichten ein seltsamer Kompromiss. Zwar gibt es frische CPU-Kerne, die Grafikkarte gilt in Leaks jedoch schon jetzt als veraltet. Reine Rechenpower auf dem Papier bringt wenig, wenn die Grafik im Alltag schwächelt.

Das Ende der nervigen Funklöcher steht auf dem Prüfungsplan

Ein echtes Highlight versteckt sich abseits des Prozessors im aktuellen FCC-Antrag für das Pixel 11 Pro Fold. Google schmeißt die fehleranfälligen Samsung-Exynos-Modems endlich über Bord. Schlichte Erleichterung.

Eingebaut wird stattdessen das MediaTek M90-Modem, das mit satten 12 Gbit/s im 5G-Netz funkt und sogar Satelliten-Konnektivität mitbringt. Ein Segen. Im Alltag nervt schließlich nichts mehr als ein plötzlicher Verbindungsabbruch in der Bahn oder beim Laden am Auto.

Der Haken an der Sache zeigt sich beim Blick auf das Preisschild. Erste Amazon-Listings bestätigen bereits, dass Google die Preise für die neue Generation wieder anzieht. Die neue Hardware-Unabhängigkeit kostet den Endverbraucher am Ende bares Geld.

Das Silicon-Valley-Dilemma um die reine CPU-Macht

Hinter dem hektischen Vorstoßen im Halbleitermarkt steckt knallharte Plattform-Politik. Google hat jahrelang den Ruf mitgeschleppt, bei der reinen Hardware-Leistung nur hinterherzuhinken. Die historische Entwicklung zeigt die langsame Aufholjagd: Vom ersten Tensor im Jahr 2021 mit 5nm, über den Tensor G3 mit 4nm bis hin zum Tensor G5 mit 3nm.

Jetzt will man das Narrativ mit der Brechstange drehen und kauft sich teuer den Prestige-Erfolg bei TSMC ein. Für den Markt bedeutet das eine Verschiebung, da Google die Gerätepreise aggressiv anzieht, um die enormen Entwicklungskosten der eigenen Chip-Sparte zu decken. Wer gewinnt, ist im Grunde nur TSMC durch die maximale Auslastung der Fabriken, während der Kunde die Zeche für den frühen Launch-Zeitpunkt zahlt.

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