Honor Magic 9: Super Edition bringt 11.000 mAh Monster-Akku

Rückseite des Honor Magic 9 Pro Max in der Farbe Moss Green
Quelle: Honor
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Wenn Gerüchte aus China in meinem News-Feed aufschlagen, schaue ich inzwischen genau hin. Was Leaker wie Smart Pikachu und Digital Chat Station kurz vor der offiziellen China-Enthüllung der Honor Magic 9 Reihe auf Weibo verbreiten, sprengt allerdings die bisherigen Dimensionen mobiler Stromspeicher. Honor plant neben den regulären Flaggschiffen offenbar eine eigenständige Super Power Edition, die mit einem unvernünftig großen 11.000-mAh-Akku auf den Markt rollen soll.

Drei Modelle, zwei Welten beim Prozessor

Die Modellpalette für den bevorstehenden China-Start zeichnet sich immer deutlicher ab. Honor schickt nach aktuellen Informationen drei recht unterschiedliche Varianten ins Rennen: das kompaktere Basismodell Magic 9, das Topmodell Magic 9 Pro Max und die extrem auf Laufzeit getrimmte Super Power Edition. Was mich dabei sofort stutzig macht, ist die auffällige Staffelung der verbauten Prozessoren. Honor verbaut im regulären Magic 9 sowie überraschenderweise in der Super Edition lediglich den Snapdragon 8 Elite Gen 5 aus dem Vorjahr. Nur Käufer des Magic 9 Pro Max erhalten den neueren Snapdragon 8 Elite Gen 6.

Das Basismodell Magic 9 setzt auf ein 6,37-Zoll-Display mit unibody kaltgefrästem Glasgehäuse und Ultraschall-Fingerabdrucksensor im Bildschirm. Trotz des kleineren Formfaktors soll hier bereits ein 8.000-mAh-Akku stecken. Auf der Rückseite verbaut Honor ein Kamera-Gespann aus einer 50-MP-Ultraweitwinkelkamera und einer 200-MP-Periskop-Telekamera im 1/1,56-Zoll-Format, entwickelt in Kooperation mit den Kameraspezialisten von ARRI. Dass Honor bei den Kameras wieder die Werbetrommel rührt, überrascht mich kaum – meine Kritik zur Honor Magic 9 Kameraspezifikation zeigte bereits, wie problematisch reine Megapixel-Schlachten ohne verlässlichen Europa-Release für hiesige Nutzer sind.

Beim Magic 9 Pro Max packt der Hersteller verfeinerte Display-Technologie aus. Das 6,8-Zoll-Panel bietet extrem schmale Ränder von nur 0,98 mm und wird als Black Diamond Screen vermarktet, was für tiefere Schwarzwerte und eine höhere Helligkeit sorgen soll. Für Energie sorgt ein 8.800-mAh-Akku, verpackt in ein Unibody-Metallgehäuse. Zur Biometrie nutzt das Pro Max ein duales 3D-Gesichtserkennungssystem im 1:1-Format, während das Standardmodell mit einer einfachen 3D-Erkennung auskommen muss.

Die Super Power Edition sprengt normale Maßstäbe

Das wahre Spektakel im Leak ist jedoch die Honor Magic 9 Super Power Edition. Hier verzichtet der Hersteller auf filigrane Abmessungen und knallt einen 11.000-mAh-Akku in ein Gehäuse aus Glasfaser. Um die Abwärme bei anhaltender Dauerlast abzufangen, integriert Honor eine aktive Kühlung mit Lüfter. Zudem ist ein 165-Hz-Display an Bord, was klar in Richtung Gaming-Performance deutet.

Interessanterweise grenzt Honor dieses Modell von seiner bisherigen Zockerserie ab. Das Kamera-Setup besteht aus einer Triplette mit 50 MP + 12 MP + 50 MP, inklusive einem vollwertigen Teleobjektiv. Es handelt sich also nicht um ein reines Gaming-Handy mit abgespeckter Optik, sondern um ein hybrides Dauerläufer-Flaggschiff.

Dass chinesische Hersteller die Grenzen der Energiedichte durch Silizium-Kohlenstoff-Anoden immer weiter verschieben, beobachte ich schon länger. Schon frühere Leaks zu Honors Rekord-Akkus mit Silizium-Kohlenstoff-Zellen machten deutlich, wohin die Reise im Mobilfunksektor geht. Wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass wir im Smartphone-Segment über fünfstellige Milliamperestunden sprechen?

Technische Ansage oder unhandlicher Kompromiss?

So beeindruckend die Zahl 11.000 mAh auf dem Datenblatt liest: Schaut man hinter die Marketing-Kulisse, werden die Kehrseiten schnell sichtbar. Ein Stromspeicher dieser Größenordnung bringt ordentlich Eigengewicht mit sich. Zusammen mit der verbauten aktiven Kühlung dürfte die Super Edition ein spürbarer Brocken in der Hosentasche werden. Dass Honor hier beim Chip auf den Snapdragon 8 Elite Gen 5 zurückgreift, ist schlicht kalkuliert: Der ältere Prozessor drückt die Fertigungskosten, um den massiven Akku und die Kühlhardware auszugleichen.

Zudem stellt sich wieder die alte Frage der Verfügbarkeit. Während westliche Hersteller ihre Geräte mühsam von 5.000 mAh auf knapp 5.500 mAh hieven, demonstriert Honor in China Muskelspiele. Doch deutsche Kunden schauen bei solchen Sondermodellen meist in die Röhre. Eine globale Veröffentlichung der Super Power Edition gilt als extrem unwahrscheinlich. Am Ende bleibt der gewohnte Frust: Technisch faszinierend, aber für den Alltag in Europa schlicht unerreichbar.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert