Huawei HarmonyOS & Google-Apps: Ist die Lösung so einfach?

Huawei hat zu kämpfen. Außerhalb Chinas ist der Hersteller extrem unter Druck geraten. War man auf dem Weg zur neuen Nummer 1 bei den Smartphones, wurde der Aufstieg jäh von den USA gebremst.

Anfangs dachte man noch, dass es alles nicht so schlimm werden würde und der Bann nur wenig Wochen dauern würde. Nun, mehr als 1,5 Jahre später weiß man, es kam noch deutlich schlimmer als befürchtet.

Mittlerweile verkommt Huawei in den westlichen Märkten zu einer Randnotiz. Denn neue Smartphones dürfen schon lange keine Google-Dienste und -Apps nutzen. Und auch bei den Prozessoren haben die USA einen Riegel vorgeschoben.

Während letzteres vermutlich noch ein paar Jahre dauern wird, bis man wieder zur Weltspitze mit eigenen Prozessoren wird aufschließen können, könnte die Lösung für die fehlenden Google-Apps vermutlich sehr einfach sein.

Denn da gibt es wohl eine Lösung, die viele auf dem Schirm haben, Huawei aber bisher noch nicht eingesetzt hat. Gemeint ist der offene Bootloader. Denn damit könnte man die Probleme vermutlich recht einfach lösen.

Auch wenn Huawei zukünftig nicht mehr auf Android setzen wird uns stattdessen sein eigenes HarmonyOS einsetzen wird, ist die Huawei-eigene OS-Lösung in der Lage, Android Apps auszuführen.

Ein offener Bootloader würde vermutlich auch unter HarmonyOS die Installation der Google-Dienste problemlos ermöglichen. Wenn dann Entwickler die bekannten Lösungen wie GApps auf HarmonyOS portieren würden. Ein offener Bootloader würde dann vermutlich eine Installation auf den Huawei Geräten ermöglichen.

Derzeit gibt es keine Informationen, dass Google seine Dienste & Apps mittels Hardware-Schutz vor der Installation auf Huawei-Smartphones „schützt“. Meldungen darüber entpuppten sich als Ente.

Daher die Frage? Wäre ein offener Bootloader wirklich eine so einfache Lösung, um die Google-Apps wieder auf die Huawei-Geräte zu bekommen. Huawei müsste diesen einfach öffnen, so wie es einige andere Hersteller auch gemacht haben.

Dabei müsste der Hersteller bestenfalls noch eine kinderleichte Anleitung veröffentlichen, wenn man es selbst machen will oder aber sogar einen offenen Bootloader ab Werk liefern.

Was meint ihr, hätte Huawei damit in den westlichen Märkten wieder mehr Chancen? Und ist diese Lösung wirklich so einfach?

Von Jörn Schmidt

Android-Fan seit 2010, Outdoor- & Skandinavien-Fan, Kino-Freak und derzeitiger User eines OnePlus 8T mit Android 11

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