iPhone 18 Pro: DxOMark-Wertung reicht nicht für Platz 1

Apple iPhone 18 Pro und Pro Max Farben
Quelle: Apple
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Der frische Kamera-Test von DxOMark bringt Gewissheit über das optische Gesamtpaket des iPhone 18 Pro: Die Ingenieure aus Cupertino sichern sich souverän Platz zwei der weltweiten Rangliste, verfehlen den Spitzenplatz jedoch knapp. Mit 172 Punkten platziert sich das neue Flaggschiff sowohl in der globalen Gesamtwertung als auch im Ultra-Premium-Segment unmittelbar hinter dem Erstplatzierten.

Die Tester bescheinigen dem Smartphone absolute Spitzenwerte im Videobereich sowie bei Dunkelheit. Ausgerechnet beim optischen Zoom, der Farbkonstanz und dem Tele-Objektiv lässt das Gerät jedoch entscheidende Punkte liegen.

Variable Blende liefert Rekorde bei Nacht und Video

Im direkten Vergleich zum Vorgänger erzielt das neue Modell einen Zuwachs von vier Punkten. Das iPhone 17 Pro erreichte im Vorjahr 168 Punkte und ordnet sich nun auf dem fünften Rang der Bestenliste ein. Rückseitig setzt Apple auf ein abgestimmtes Ensemble aus drei Kameras mit jeweils 48 Megapixeln Auflösung, verteilt auf die Hauptkamera, den Ultraweitwinkel und die Tele-Linse. Als zentrale mechanische Neuerung fungiert die variabel steuerbare Iris der Hauptkamera. Sechs bewegliche Lamellen ermöglichen eine präzise Anpassung der Blendenöffnung von f/1,48 bis f/4,0. Diese Mechanik erweitert den Schärfenbereich bei Gruppenaufnahmen spürbar, da mehrere Personen auf unterschiedlichen Tiefenebenen scharf abgebildet werden. Nutzer profitieren zusätzlich von einer manuellen Steuerung über die Kamera-App.

In dunkler Umgebung zahlt sich diese optische Konstruktion unmittelbar aus. Die Testplattform verfällt bei Nachtaufnahmen in Lob und vergibt in der Teilkategorie Low-Light eine Wertung von 150 Punkten – die höchste Zahl, die DxOMark bisher für ein Smartphone gemessen hat. Die Aufnahmen überzeugen durch saubere Detaildichte, präzise Belichtung und exzellent kontrolliertes Bildrauschen. Der Dynamikumfang fällt breit genug aus, um dunkle Schatten und helle Lichtquellen im Motiv ausgeglichen zu halten. Bei Tageslicht wirken die Kontraste natürlich. Wer das frisch gestartete iPhone 18 Pro für alltägliche Fotografie einsetzt, erhält bei schwierigen Lichtverhältnissen einen sichtbaren Mehrwert.

Bewegtbilder bleiben eine unangefochtene Domäne des Herstellers. Mit einem Video-Score von 176 Punkten markiert das Gerät den höchsten Wert der gesamten Testdatenbank. Die Videostabilisierung arbeitet ruhig und kompensiert Erschütterungen beim Laufen ohne künstliche Verzerrungen. Die Aufzeichnung mit 60 Bildern pro Sekunde sorgt für saubere Bewegungsabläufe bei schnellen Kameraschwenks. Die Tester heben hervor, dass Übergänge zwischen hellem Sonnenlicht und schattigen Abschnitten im Videomodus flüssig verarbeitet werden.

Schwächen bei Tele-Zoom und Farbwiedergabe kosten Punkte

Trotz dieser Rekordwerte benennt der Prüfbericht vier deutliche Schwachstellen. Gelegentlich treten unpassende Farbstiche auf. Unvorhersehbare Weißabgleich-Wechsel beeinträchtigen die farbliche Konsistenz über eine zusammenhängende Bildserie hinweg. Bei starkem Gegenlicht bilden sich zudem sichtbare Linsenreflexionen im Bildbereich. Ärgerlich zeigt sich auch die Suchervorschau auf dem Display: Die Helligkeit des Live-Bildes weicht stellenweise spürbar vom anschließend gespeicherten Foto oder Video ab.

Die größten Punktabzüge kassiert Apple bei Aufnahmen über lange Distanzen. Die Tele-Wertung bleibt mit 143 Punkten weit hinter den Klassenbesten zurück. Im Gesamtwert Zoom kommt das Smartphone lediglich auf 138 Punkte. Das Oppo Find X9 Ultra sichert sich beim Tele-Subscore mit 173 Punkten die unangefochtene Führung, das Vivo X300 Ultra dominiert die Zoom-Disziplin mit 161 Punkten. Bei starker optischer Vergrößerung verliert das Teleobjektiv von Apple feine Texturen und erzeugt weichgezeichnete Kanten. Frühere Vergleiche im DxOMark-Ranking der Smartphone-Kameras unterstreichen, wie stark die chinesische Konkurrenz die Entwicklung optischer Vergrößerungssysteme vorantreibt.

Huawei behauptet die Führung im Kamera-Ranking

An der Spitze der weltweiten Tabelle thront unverändert das Huawei Pura 80 Ultra mit 175 Punkten. Das chinesische Spitzenmodell behauptet die Pole-Position bereits seit August 2025 und verteidigt einen knappen Vorsprung von drei Zählern vor Apple. Besonders in der Porträt-Kategorie fällt der Abstand spürbar aus: Huawei erreicht hier 169 Punkte, der Herausforderer aus Cupertino kommt lediglich auf 157 Punkte. Das chinesische Kamera-Flaggschiff Huawei Pura 80 setzt mit seiner aufwendigen Periskop-Konstruktion weiterhin den Maßstab für knackscharfe Detailaufnahmen und konsistente Hauttöne.

Die Testergebnisse zeichnen ein klares Bild für Kaufentscheidungen. Das iPhone 18 Pro erweist sich als verlässliches Werkzeug für Videografen und Nachtaufnahmen. Wer jedoch maximale Flexibilität beim Tele-Zoom verlangt oder kompromisslose Farbkonstanz einfordert, findet bei den Mitbewerbern aus Fernost spezialisiertere Kamerasysteme.

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