Apple: iPhone 18 Pro lädt schneller nur mit Eigenbau-Lader

Apple iPhone 18 Pro und Pro Max Farben
Quelle: Apple
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Apple spendiert dem iPhone 18 Pro, dem iPhone 18 Pro Max und dem neuen faltbaren iPhone Duo ein spürbares Upgrade bei der kabelgebundenen Ladeleistung. Die Ladezeit bis zu einem Akkustand von 50 Prozent verkürzt sich gegenüber dem direkten Vorgänger um ein volles Viertel. Die Kehrseite verbirgt sich wie so oft im Kleingedruckten: Wer die maximale Ladeleistung aus dem Gerät herauskitzeln möchte, wird von Apple direkt zum separaten Kauf des hauseigenen Netzteils gedrängt.

25 Prozent schneller – aber nur im Apple-Käfig

Die reine Zahl liest sich auf den ersten Blick hervorragend. Eine Verkürzung der Ladezeit um 25 Prozent auf dem Weg zur Hälfte der Akkukapazität ist im Alltag ein echter Nutzen, wenn vor dem Verlassen des Hauses nur wenige Minuten an der Steckdose bleiben. Je nach Modell und verbauter Batterie schiebt das System in den ersten Minuten Spitzenwerte von 40 Watt bis zu 60 Watt in die Zelle. Dass dieser Leistungssprung längst überfällig war, steht außer Frage – die Android-Konkurrenz zieht in diesem Bereich seit Jahren uneinholbar davon.

Das Erwachen folgt jedoch beim Blick auf die Voraussetzungen für diesen Tempogewinn. Um die volle Ladeleistung abzurufen, verlangt das Smartphone zwingend Apples offizielles Power-Adapter-Zubehör. Wer glaubt, seinen bereits vorhandenen USB-PD-Ladeziegel von Anker, UGREEN oder einem modernen Workstation-Notebook nutzen zu können, schaut in die Röhre. Standardisierte Ladegeräte drosseln den Ladevorgang spürbar ab und verharren auf dem gewohnten Niveau der Vorgänger-Generation.

Es stößt sauer auf, wenn Hersteller wie Apple proprietäre Sonderwege beim Schnellladen einschlagen und universelle Lade-Standards ausbremsen. Der Sinn der EU-weiten USB-C-Pflicht war schließlich, Elektromüll zu reduzieren und Nutzer nicht mehr an ein einzelnes Marken-Ökosystem zu fesseln. Indem Apple die maximale Peak-Leistung über ein proprietäres Protokoll oder eine spezielle E-Marker-Abfrage an das eigene Zubehör bindet, wird dieser Grundgedanke ad absurdum geführt.

Das Netzteil-Dilemma setzt sich nahtlos fort

Aus kaufmännischer Sicht ist dieser Schritt aus Cupertinos Zentrale schlicht kalkuliert. Da seit Jahren kein Netzteil mehr im Lieferumfang der iPhones liegt, generiert Apple mit dem beschleunigten Lade-Standard eine exzellente Einnahmequelle. Wer das volle Potenzial seines vierstelligen Pro-Smartphones ausschöpfen will, wird psychologisch geschickt dazu gedrängt, die hauseigene Lade-Hardware direkt im Warenkorb mitzugestellen.

Technisch lässt sich diese künstliche Bremse kaum rechtfertigen. Zwar argumentieren Hersteller bei schnellen Ladevorgängen stets mit dem Schutz der empfindlichen Lithium-Ionen-Akkus und dem Verhindern von Überhitzung. Universelle Lade-Standards wie USB Power Delivery mit Programmable Power Supply (PPS) bieten jedoch längst hochpräzise Mechanismen zur Spannungs- und Stromsteuerung. Dass Dritthersteller-Netzteile diese Sicherheitsanforderungen nicht erfüllen könnten, ist ein Märchen.

Besonders ironisch wirkt dieser Zubehör-Zwang, obwohl das schnellere Aufpumpen des Stromspeichers ohnehin hohe chemische Spannungen im Smartphone-Akku verursacht. Das schnelle Laden der ersten 50 Prozent bedeutet thermischen Stress für die Zelle. Dass Apple diesen Vorgang ausgerechnet nur mit dem eigenen Ladeadapter freischaltet, dient wohl weniger der Akkugesundheit als vielmehr der eigenen Marge.

Vorbestellungen starten – Zubehör-Aufpreis einkalkuliert

Für Interessierte startet die heiße Phase bereits an diesem Samstag. Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max lassen sich ab dann direkt vorbestellen. Wer auf das neuartige, faltbare iPhone Duo schielt, muss sich noch bis zum kommenden Monat gedulden. Bei allen drei Modellen gilt allerdings exakt dieselbe Regelung bezüglich der Ladeleistung und des erforderlichen Netzteils.

Wer den Kauf eines der neuen Pro-Modelle plant, sollte die Zusatzkosten für das Original-Netzteil von vornherein im Budget einplanen. Wer bereits ein Arsenal an hochwertigen USB-C-Netzteilen zu Hause hat, wird sich über die künstliche Drosselung ärgern. Die Technik im Smartphone ist bereit für höheres Tempo – doch Apple lässt sich diesen Komfort einmal mehr extra bezahlen.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert