Ist das Samsung Galaxy S26 wasserdicht? Was die IP68-Zertifizierung im Alltag wirklich taugt

Das Samsung Galaxy S26 übersteht das Untertauchen in 1,5 Metern tiefem Süßwasser für bis zu 30 Minuten völlig unbeschadet. Samsung spendiert der gesamten Flaggschiff-Reihe, also dem S26, dem S26+ und dem S26 Ultra, die bewährte Schutzklasse IP68. Damit ist die Hardware offiziell staubdicht und gegen dauerhaftes Untertauchen gewappnet. Wer im Urlaub im klaren Bergsee Fotos knipsen will oder das Handy im Regen nutzt, muss sich keine Sorgen um einen sofortigen Kurzschluss machen.
Doch der Schutz hat klare Grenzen, die viele Nutzer im Alltag unterschätzen. Die IP-Zertifizierung bezieht sich ausschließlich auf klares Süßwasser. Salz- oder Poolwasser greifen die Dichtungen massiv an und führen schnell zu Korrosion im Gehäuseinneren. Auch Seifenlauge, Alkohol oder heiße Flüssigkeiten sind Gift für die Verklebungen. Wer sein Galaxy S26 im Meer oder im Schwimmbad nutzen möchte, sollte zwingend zu einer speziellen Unterwasserhülle greifen. Der Wasserschutz ist zudem kein Garant auf Lebenszeit.
Materialermüdung sorgt dafür, dass die Schutzwirkung über die Jahre nachlässt. Klebefugen und Gummidichtungen verlieren an Elastizität, besonders wenn das Gerät häufig Staub oder Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Ein einziger harter Sturz kann die Integrität des Gehäuses bereits zerstören. Selbst wenn keine Risse im Display sichtbar sind, können minimale Verformungen des Rahmens den Eintritt von Wasser ermöglichen. Die Garantie deckt Wasserschäden in der Regel trotz IP-Rating nicht ab, weshalb Vorsicht die bessere Wahl bleibt.
Sollte das Gerät doch einmal nass werden, klingen die Lautsprecher oft kurzzeitig dumpf. In diesem Fall hilft vorsichtiges Abtupfen mit einem weichen Tuch und sanftes Schütteln. Hitze durch Haartrockner oder das Stochern mit spitzen Gegenständen in den Öffnungen beschädigen die empfindlichen Membranen dauerhaft. Wichtig ist auch der SIM-Schacht: Nur wenn dieser bündig und fest schließt, bleibt das Innere trocken. Letztlich ist das IP68-Rating ein rettender Anker für Unfälle, aber keine Einladung zum dauerhaften Taucheinsatz.
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