Motorola Razr Fold: 6.000 mAh lässt Konkurrenz alt aussehen

Motorola Razr Fold
Quelle: Motorola
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Motorola brachte mit dem Motorola Razr Fold sein erstes Book-Style-Foldable auf den Markt und wischt mit der versammelten Konkurrenz den Boden auf. Während Samsung beim Galaxy Z Fold7 seit Jahren bei mickrigen 4.400 mAh verharrt, baut Motorola einen gewaltigen 6.000-mAh-Stromspeicher in das Faltgehäuse.

Die Messwerte sprechen eine deutliche Sprache: Im WLAN-Webtest hält das aktuell für unter 1.500 Euro gelistete Klappsmartphone herausragende 18 Stunden und 22 Minuten durch. Zum Vergleich: Das Galaxy Z Fold7 macht schlappe vier Stunden früher schlapp und erreicht nur 14,3 Stunden. Spannend ist der Vergleich mit dem Honor Magic V6: Trotz noch größerem 6.660-mAh-Akku verabschiedet sich der Konkurrent bereits nach 16,2 Stunden. Motorola zeigt hier eindrucksvoll, was eine effiziente Display-Ansteuerung ausmacht.

Standby-Drain trifft auf rohe Kapazität

Wer das riesige 8,1-Zoll-OLED-Display im mobilen Alltag intensiv fordert oder zwei Apps parallel im Split-Screen nutzt, profitiert ungemein von den zusätzlichen Kapazitäten. Längere Arbeitstage am Flughafen oder ausgedehnte Video-Sessions verlieren ihren Schrecken. Da bin ich auf die Reaktionen der Vielreisenden gespannt, für die Steckdosen-Suchen bisher zum Reisealltag gehörten.

Ein Blick auf die Messtabellen verrät aber auch die Kehrseite der Medaille: Im Standby verbraucht das Razr Fold zwischen 1,1 und 1,7 Watt. Samsung arbeitet hier mit 0,63 Watt deutlich effizienter. Doch wen überrascht es: Der Laufzeit-Vorteil von satten 22 Prozent unter Volllust bügelt die Schwäche im Leerlauf schlichtweg komplett wieder aus.

Das eiskalte Kalkül beim Laden und Gewicht

Um einen derart riesigen Akku in ein klappbares Gehäuse zu quetschen, mussten Motorolas Ingenieure allerdings harte Kompromisse eingehen. Mit 243 Gramm liegt das Gerät spürbar schwerer in der Hand als schlankere Mitbewerber. Viel schwerwiegender ist jedoch eine andere Einsparung: Wireless Charging fehlt komplett.

Hinter diesem Schritt steckt reine Physik: Die Induktionsspule hätte das Gehäuse zusätzlich verdickt. Als Ausgleich spendiert Motorola ein schnelles Kabel-Laden mit bis zu 80 Watt. Mal sehen, ob die Nutzerschaft diesen Tausch – maximale Laufzeit gegen fehlendes Drahtlos-Laden – klaglos akzeptiert. Für Power-User dürfte die enorme Ausdauer das entscheidende Kaufargument sein.

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