CMF Clip Pro: Kampfansage an die Open-Ear-Elite

Nothings Budget-Tochter CMF mischt jetzt also auch bei den Open-Ear-Headsets mit. Für exakt 79,95 Euro werfen sie die CMF Clip Pro in den Ring – eine frontale Kampfansage an deutlich teurere Platzhirsche wie Shokz oder Huawei.
Statt auf Silikon-Pfropfen im Gehörgang setzt das Gehäuse auf eine 3-Punkt-Clip-Mechanik mit leichten 5,9 Gramm pro Seite. Im Inneren des Stegs arbeitet ein elastischer Titandraht, der den Druck schön gleichmäßig verteilen soll. Clevere Idee: Wer beim Laufen schnell Ohrenschmerzen von klassischen In-Ears bekommt, findet hier eine druckfreie Alternative. Da bin ich echt gespannt, wie sich das im Dauerbetrieb schlägt.
Ein Smart Dial gegen den Touch-Frust
Was mich beim Spec-Sheet aber wirklich aufhorchen lässt, ist das Ladecase. CMF verbaut hier tatsächlich ein physisches Smart Dial – ein Feature, das in dieser Preisklasse absolut unüblich ist. Mit dem Dreh- und Drückregler am Case steuert ihr die Lautstärke oder skippt Tracks, ohne das gekoppelte Handy aus der Tasche kramen zu müssen.
Apropos Bedienung: In der Nothing X App lässt sich dieses Rädchen frei belegen. Und weil auch die Buds selbst echte Tasten besitzen, gehört das wilde Herumwischen auf nassen Touch-Sensoren im Regen der Vergangenheit an. Mal sehen, ob das Rädchen nach ein paar Monaten in der staubigen Hosentasche immer noch so satt rastet.
Hi-Res-Sound stößt an physikalische Grenzen
Klanglich sollen dynamische 10,8-mm-Treiber (TPU plus LCP) für Stimmung sorgen. Wir wissen alle: Open-Ears und satter Tiefbass sind von Natur aus verfeindet. CMF will diesem bauartbedingten Druckverlust mit einer Algorithmus-gestützten Ultra Bass Technology entgegenwirken.
Noch wilder wird es auf dem Papier: Die Dinger besitzen eine Hi-Res-Zertifizierung und schlucken den LDAC-Codec. Klingt super, aber da bin ich ehrlich gesagt kritisch: Was bringt mir feinstes Hi-Res-Streaming in einer ratternden S-Bahn, wenn der Umgebungslärm wegen der offenen Bauweise sowieso völlig ungefiltert ans Trommelfell ballert?
Ausdauernd und ziemlich diskret
Damit nicht der halbe Bus euren Podcast mithört, nutzt CMF ein Sound Seal System, das Frequenzen gezielt abdämpfen soll. Für ordentliche Telefonate gibt es vier HD-Mikrofone plus eine VPU-Unterstützung, die Wind und Verkehrslärm herausfiltert. Bei offenen Kopfhörern ist das absolute Pflicht.
Die Laufzeit geht mit 10 Stunden (satte 32,5 Stunden inklusive Case) völlig in Ordnung. Zehn Minuten am Strom reichen für schnelle vier Stunden Wiedergabe. Dank IP54-Zertifizierung sind die Earbuds zudem gegen Regen und Schweiß geschützt. Wen überrascht es: Der Preiskampf ist eröffnet. Die Vorbestellungen laufen, am 1. September 2026 wird ausgeliefert.
Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
