Oppo Find X9 Ultra: Kamera neu gedacht – 50-MP-Periskop mit Quintupel-Prisma und Hasselblad-Zubehör

Smartphone-Kameras stoßen an physikalische Grenzen, wenn es um optischen Zoom geht. Lange Brennweiten erfordern viel Bauraum. Oppo umgeht dieses Problem beim Find X9 Ultra mit einer neuen Optik-Konstruktion. Das Herzstück ist ein 50-MP-Periskop-Teleobjektiv mit zehnfachem optischem Zoom. Statt eines einzelnen Prismas faltet ein Quintupel-Prisma den Lichtweg fünfmal. Das Modul misst nur 29 Millimeter Länge. Bei herkömmlicher Bauweise wären es 41 Millimeter gewesen. Der Kamerabuckel bliebe so kompakt.
Die Blende von f/3,5 lässt dreimal mehr Licht ein als frühere 10x-Objektive. Zum Vergleich: Samsungs S23 Ultra nutzte 2023 noch eine f/4,9-Blende bei nur 10 MP Auflösung. Oppo setzt auf einen custom Samsung JNL-Sensor mit Sensor-Shift-Stabilisierung. Die hohe Auflösung erlaubt laut Hersteller scharfe Crops bis zum 20-fachen Zoom. Dunkle Bilder gehören damit der Vergangenheit an.
Zwei weitere 200-MP-Sensoren komplettieren das Quad-Camera-System. Die Hauptkamera verwendet den Sony Lytia 901, aktuell der größte 200-MP-Sensor auf dem Markt. Eine f/1,5-Blende sorgt für Lichtausbeute auf Niveau von 1-Zoll-Sensoren. Der zweite 200-MP-Sensor dient als 3x-Teleobjektiv mit Makro-Funktion. Der minimale Fokusabstand beträgt 15 Zentimeter. Ein 50-MP-Ultraweitwinkel und ein multispektraler True Color Sensor runden das Array ab. Letzterer soll natürliche Hauttöne und Landschaftsfarben über alle Objektive hinweg garantieren.
Für Enthusiasten bietet Oppo das Hasselblad Earth Explorer Kit. Es enthält ein Gehäuse für 67-mm-Filter und einen 300-mm-Telekonverter mit 16 Linsenelementen. Aufgesteckt auf das 3x-Teleobjektiv ergibt sich ein 13-facher optischer Faktor. Kombiniert mit digitalem Cropping erreicht das System eine äquivalente Brennweite von 690 mm. Das entspricht einer 30-fachen Vergrößerung.
Die Strategie von Oppo ist klar: Hardware statt rein rechnerischer Nachbearbeitung. Während viele Hersteller auf KI-Upscaling setzen, investiert Oppo in Glas und Prismen. Das treibt die Kosten, liefert aber physikalisch fundierte Qualität. Ob Nutzer den Telekonverter im Alltag nutzen, bleibt fraglich. Für Reise- oder Naturfotografen ist das Kit jedoch ein ernsthaftes Werkzeug.
Die Konkurrenz schläft nicht. Samsung wird mit der S26-Reihe nachziehen, Xiaomi und Vivo optimieren ihre Periskop-Systeme. Oppo hat mit dem Find X9 Ultra jedoch einen technischen Vorsprung bei der Lichtstärke im Telebereich. Ob das im täglichen Gebrauch den Unterschied macht, hängt von der Software-Abstimmung ab. Hardware ist nur die halbe Miete.
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