BMW 7er & i7: Luxus-Update mit Zylinder-Zellen und Panoramablick

BMW verpasst seinem Flaggschiff eine umfassende technologische Frischzellenkur. Während Mercedes beim EQS auf 800 Volt umsteigt, bleibt München zwar bei der 400-Volt-Architektur, implementiert aber tiefgreifende Neuerungen aus der „Neuen Klasse“. Die wichtigste Änderung unter dem Blech betrifft die Batterietechnik: In Kooperation mit Rimac ziehen neue Rundzellen in den Unterboden ein. Das steigert die nutzbare Kapazität auf 112,5 kWh und hebt die Reichweite des elektrischen i7 auf bis zu 720 Kilometer an. Die Ladeleistung klettert parallel auf maximal 250 kW, was den Stopp an der Säule auf unter 30 Minuten verkürzt.
Optisch bleibt BMW seiner Linie treu und setzt weiterhin auf die massive, beleuchtete Niere, die nun von schmaleren Akzentleuchten flankiert wird. Der Hersteller nutzt für den 7er und den i7 weiterhin eine Mischplattform, was bedeutet, dass sich Verbrenner, Hybride und Stromer optisch kaum voneinander unterscheiden. Neu im Programm ist eine handgefertigte Lackierung, die matte und metallische Oberflächen kombiniert – ein Prozess, der stolze 75 Stunden pro Fahrzeug beansprucht.
Im Innenraum weht ein völlig neuer Wind, der für Traditionalisten gewöhnungsbedürftig sein dürfte. Das klassische Cockpit weicht dem sogenannten Panoramic Display, einer Informationsleiste, die sich über die gesamte Breite unterhalb der Windschutzscheibe erstreckt. Gesteuert wird das System primär über einen 17,9 Zoll großen, sechseckigen Zentralbildschirm oder per Sprache. Meiner Meinung nach ist der Verzicht auf haptische Tasten am Lenkrad zugunsten von Leuchtflächen ein ergonomischer Rückschritt, den andere Hersteller bereits bereut haben. Neu ist zudem ein eigener Monitor für den Beifahrer.
Die Antriebsvielfalt bleibt das große Pfund, mit dem BMW wuchern will. Vom Diesel 740d über Plug-in-Hybride bis hin zum Top-Stromer i7 M70 mit 680 PS ist alles vertreten. Preislich startet der Einstieg bei 117.900 Euro für den Benziner, während der günstigste Elektro-i7 bei 121.400 Euro liegt. Wer die volle elektrische Leistung abrufen will, muss bis zu 182.400 Euro investieren. Die Markteinführung in Deutschland ist für Juli geplant. Es bleibt abzuwarten, ob die konservative 400-Volt-Technik ausreicht, um gegen die technologisch teils fortschrittlichere Konkurrenz zu bestehen.
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