HarmonyOS 7 Beta ist da: Huaweis wilder KI-Agenten-Traum ohne Google

Huawei verteilt ab sofort die erste Beta von HarmonyOS 7 an sieben ausgewählte Top-Smartphones. Das System soll dank integrierter KI-Agenten komplexe Aufgaben zu 90 Prozent komplett ohne Nutzereingriff erledigen. Ob das im Alltag klappt oder reine PR-Fantasie bleibt, wird ein echter Test zeigen.
Basis für diese angebliche Autonomie ist das neue Framework 2.0. Die Sprachassistentin Celia hockt nicht mehr als bloße App auf dem System, sondern gräbt sich nativ in den Kernel ein. Angeblich rennen Anwendungen dank Optimierungen an der Ark-Engine rund 15 Prozent schneller als beim Vorgänger.
Diese Flaggschiffe testen die neue API 26
- Huawei Mate 80 Pro: Das aktuelle Alpha-Tier dient logischerweise als Versuchskaninchen für die frische Schnittstelle.
- Huawei Mate XTs Ultimate Design & Mate X7: Auf den sündhaft teuren Falt-Monstrumen müssen die Multitasking-Agenten beweisen, ob sie wirklich Zeit sparen oder nur nerven.
- Huawei Pura 90 Pro Max & Pura X: Kriegen nebenbei die neuen Profi-Kamera-Features auf den Sensor gepresst.
- Huawei nova 15 Pro: Reicht wohl als Alibi-Mittelklasse für den Testlauf.
Wer als Entwickler reinschnuppern will, muss drei bis fünf Werktage Wartezeit für die Freischaltung ertragen. Vor dem Flash-Vorgang ist ein Backup absolute Pflicht, weil Betas fast immer zicken. Unter der Haube arbeitet OpenHarmony 7.0 mit einem frischen Chromium-144-Kernel für den Browser. Ein völlig neues Fenster-Management räumt das Multitasking ordentlich auf.
Die spannendsten Upgrades finden ohnehin abseits der vollmundigen KI-Versprechen statt. Die Kamera-App kriegt eine waschechte manuelle Steuerung für ISO, Blende und Fokus spendiert. Ein neuer Dienst verknüpft Dokumente nahtlos zwischen verschiedenen Anwendungen für echtes Cross-App-Arbeiten.
Google und Samsung basteln längst an lokalen KI-Lösungen ohne nervigen Cloud-Zwang. Huawei greift hier noch radikaler in die Architektur ein, weil die Chinesen eh ihr komplett eigenes Ökosystem durchziehen müssen. Im Westen juckt diese isolierte Agenten-Welt absolut niemanden, solange die essenziellen Google-Dienste auf der Strecke bleiben.
Quelle: Huawei Central
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