1000 PS und Ventilatoren am Unterboden: BMWs elektrischer M3 übertreibt völlig

Seitensicht des roten BMW M Concept Neue Klasse
Quelle: BMW
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BMW packt vier Elektromotoren in die neue i3-Limousine und zielt beim kommenden elektrischen M3 auf absurde 1.000 PS. Das frisch in Le Mans enthüllte M Concept Neue Klasse tarnt sich zwar noch als Studie. Unter der Haube in „Monza Red“ steckt aber die echte Zukunft für das Jahr 2027.

Die Optik erinnert an einen i3 nach zwei Jahren intensivem Krafttraining. Breite Radhäuser und eine fette Spurweite schreien nach Rennstrecke. Das Design bricht radikal mit dem braven Image normaler Stromer.

Kühlung killt den Kofferraum

Wer vorne Ladekabel verstauen will, guckt beim neuen M-Modell in die Röhre. Eine riesige V-förmige Abluftöffnung durchschneidet die vordere Haube. Das sorgt für thermische Entlastung der 800-Volt-Technik, opfert aber gnadenlos den Frunk. Immerhin senken Naturfaser-Komponenten an Splitter und Dach das Gewicht.

  • Scheinwerfer-Experimente: Gelbe Le-Mans-Lichter treffen auf herausstehende weiße LED-Blöcke. Insider-Urteil: Sieht herrlich aggressiv aus, nervt in der Waschstraße aber garantiert tierisch.
  • Vier Schalensitze: Radikaler Halt für alle Insassen, hinten versperrt ein Überrollbügel die Sicht. Insider-Urteil: Fliegt für die Serie raus. Kein Familienvater quetscht seine Kinder freiwillig in harte Carbon-Schalen.
  • Schwarzes Nubukleder: Feinstes Material überzieht Lenkrad und Türen. Insider-Urteil: Schick für das Showcar, auf der Rennstrecke mit schwitzigen Händen aber unbrauchbar.

Technisch speist ein Akku mit über 100 kWh Kapazität die vier Motoren. BMWs neues Steuergerät regelt die Kraftverteilung radselektiv. Der Vorgänger-Prototyp lieferte theoretisch unvorstellbare 18.000 Nm Drehmoment. Für die Straße wird das gedrosselt, reicht aber locker für die Demütigung von Supersportwagen.

Das Problem mit dem Gewicht

Im Alltag muss die Elektronik beweisen, ob sie das immense Gewicht des Akkupacks kaschieren kann. Ein Tesla Model S Plaid beschleunigt zwar auch brutal, wirkt in Kurven aber oft wie ein träger Frachter. Porsche macht das beim Taycan deutlich eleganter. Die M-GmbH muss hier echte Fahrwerks-Wunder vollbringen.

Vertriebschefin Sylvia Neubauer wiegelt bereits ab und schwafelt von Agilität und Vertrauen statt reiner Längsbeschleunigung. Das ist die übliche Floskel, wenn reine Zahlen niemanden mehr schocken. Spannender ist die Frage nach den aktiven Aero-Ventilatoren aus dem Technologieträger. Das System saugte das Auto 2025 in Shanghai an eine 54-Grad-Steigung. Tesla und Porsche brauchen so einen Quatsch für Anpressdruck nicht. Am Ende bleibt das wohl teures Stammtisch-Voodoo.

Wer Angst vor dem Strom hat: 2028 folgt mit dem G84 noch ein letzter Verbrenner-M3. Die elektrische Verwandtschaft übernimmt derweil auch die SUVs. Ein X3 M mit Vierfach-Motor kommt 2027, der schwere X5 M folgt ein Jahr später.

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