Oppo Find X9 Ultra: Periskop-Technik und 230mm Brennweite im Detail

Wer bei 10-fachem optischem Zoom bisher an klobige Kamera-Buckel und dicke Gehäuse dachte, muss umdenken. Oppo schickt mit dem Find X9 Ultra ein Smartphone ins Rennen, das eine Brennweite von etwa 230 Millimetern in einem Gehäuse unterbringt, das trotz der extremen Optik schlank bleibt. Der technische Kniff dahinter ist eine neue Periskop-Konstruktion, die das Licht auf engstem Raum mehrfach umlenkt. Auf gerade einmal 29 Millimetern sorgt eine Struktur aus fünf Prismen dafür, dass der Lichtweg künstlich verlängert wird, bevor die Strahlen auf den 50-Megapixel-Sensor treffen. Um bei solchen Brennweiten überhaupt scharfe Bilder aus der Hand zu ermöglichen, verbaut der Hersteller eine Sensor-Shift-Stabilisierung. Hier gleicht nicht nur die Linse, sondern der Sensor selbst die natürlichen Zitterbewegungen aus.
Die Hardware-Schlacht endet aber nicht beim Zoom. Auf der Rückseite dominiert ein 200-Megapixel-Hauptsensor, der Sony LYTIA 901, der die Basis für die restliche Ausstattung bildet. Flankiert wird dieser von einer weiteren 200-Megapixel-Optik, die speziell für Porträts und Makro-Aufnahmen mit dreifacher Vergrößerung ausgelegt ist. Eine Ultra-Weitwinkel-Kamera mit 50 Megapixeln vervollständigt das Quartett. Technisch interessant ist dabei vor allem die Fertigung: Oppo nutzt ein Verfahren zur optischen Ausrichtung in drei Achsen, um sicherzustellen, dass Linse, Prismen und Sensor perfekt aufeinander abgestimmt sind. Das Ziel ist eine durchgehende Schärfe ohne die bei komplexen Spiegel-Konstruktionen gefürchteten Abbildungsfehler oder Streulicht-Probleme.
Filmer können sämtliche Objektive für 4K-Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde nutzen, wobei auch Dolby Vision unterstützt wird. Während Oppo offiziell noch mit dem konkreten Startdatum für den indischen Markt hinter dem Berg hält, verdichten sich die Anzeichen für eine Präsentation am 15. Mai. Damit würde man unmittelbar auf den Konkurrenten Vivo reagieren, der sein Topmodell X300 Ultra zeitnah positioniert. Preislich wird sich das Find X9 Ultra am oberen Ende der Skala einordnen. Orientiert man sich am Vorgänger Pro, der bereits bei über 110.000 Rupien lag, dürfte das Ultra-Modell diese Marke deutlich reißen. Parallel dazu wird mit dem Find X9s eine günstigere Option erwartet, die vermutlich im Bereich von 70.000 Rupien startet, um die Lücke zur Oberklasse zu schließen.
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