Polestar Charge: Neue Abos bringen bis zu 30 Prozent Rabatt beim Schnellladen

Polestar 2 Performance-Pack
Quelle: Polestar AB
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Polestar baut sein öffentliches Ladeangebot um und teilt Polestar Charge ab sofort in zwei kostenpflichtige Abo-Stufen auf. Neben dem weiterhin kostenfreien Standardtarif stehen Fahrern der schwedischen Stromer nun die Optionen „Plus“ und „Pro“ zur Auswahl. Wer regelmäßig an Schnellladesäulen steht, soll damit spürbar günstiger wegkommen.

Wie Polestar offiziell bekannt gab, wächst das gesamte Roaming-Netzwerk in Zusammenarbeit mit Plugsurfing zeitgleich auf mehr als 1,25 Millionen Ladepunkte in ganz Europa an.

30 Prozent Rabatt als Pflaster auf die Absatzflaute

Dass Polestar ausgerechnet jetzt am Lade-Ökosystem schraubt, kommt nicht von ungefähr. Nach der schweren wirtschaftlichen US-Krise und stagnierenden Verkaufszahlen im ersten Halbjahr muss die Marke beim Kundenangebot nachlegen. Zwar verzeichnete das Unternehmen zwischen Juni und August immerhin 161.000 Ladevorgänge über den eigenen Dienst, doch die Wachstumsziele für das Gesamtjahr mussten bereits korrigiert werden.

Während das Management mit einem radikalen Designwechsel und harten Sparmaßnahmen gegenzusteuern versucht, soll ein attraktiveres Ladenetz schlicht die Kaufanreize für Neu- und Gebrauchtwagen erhöhen.

Plus und Pro im Rechencheck: Wann rechnet sich die Grundgebühr?

Das neue Tarifmodell unterscheidet klar zwischen Gelegenheitsladern und Vielfahrern:

  • Plus-Tarif (7,99 Euro / Monat): Richtet sich an alle, die hin und wieder auf Langstrecke schnellladen. Für knapp 8 Euro im Monat gibt es 15 Prozent Rabatt bei EnBW, Shell Recharge, Vattenfall, Mer und Fastned. Das umfasst europaweit über 104.000 rabattierte Ladepunkte (in Deutschland mehr als 14.000).
  • Pro-Tarif (14,99 Euro / Monat): Für Vielfahrer verdoppelt sich der Rabatt auf 30 Prozent. Entscheidender Vorteil: Neben den Plus-Anbietern sind hier auch die Schnellladenetze von Ionity und Allego enthalten. Das erweitert das Rabatt-Netzwerk auf mehr als 118.000 Ladepunkte in Europa und über 17.000 in Deutschland.

Unterm Strich ist das eine reine Rechenaufgabe: Die monatliche Fixgebühr von Pro hat man bei regelmäßigen Autobahn-Stopps an Ionity- oder EnBW-Säulen meist schon nach der ersten oder zweiten Ladung wieder drin. Wer allerdings fast ausschließlich an der heimischen Wallbox lädt, bleibt im gebührenfreien Standardtarif besser aufgehoben.

1,25 Millionen Ladepunkte: Netz-Gigantismus ohne eigene Hardware

Statt eigene Ladesäulen aufzubauen, setzt Polestar weiterhin konsequent auf Roaming. Das Netzwerk umfasst inzwischen auch freigegebene Tesla Supercharger und bietet gewohnte Komfortfunktionen: Die Routenplanung mit Ladestopps läuft direkt über das integrierte Google Maps im Fahrzeug, während die Freischaltung nahtlos per App, Ladekarte oder via Plug & Charge klappt.

Am Ende zeigt der Schritt vor allem eines: Der Kampf um die E-Auto-Kunden wird längst nicht mehr nur über PS-Zahlen gewonnen, sondern über bezahlbare und unkomplizierte Ladeinfrastruktur.

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