Porsche Macan: 22-kW-AC Laden – Aufpreis ist eine echte Frechheit

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Foto von Caspar Rae auf Unsplash
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Porsche spendiert dem elektrischen Macan zum Modelljahreswechsel endlich ein echtes Lade-Upgrade, verlangt beim Basismodell dafür aber wieder extra Geld. Wer sich den sündhaft teuren Porsche Macan GTS oder Porsche Macan Turbo gönnt, bekommt den 22-kW-Onboard-Lader ab Werk fest verbaut. Bei den zivilen Ablegern knausern die Zuffenhausener weiter: Macan, Macan 4 und Macan 4S dackeln ab Werk weiterhin mit mickrigen 11 kW vom Band. Wer die Halbierung der AC-Ladezeit an der öffentlichen Ladesäule will, muss im Konfigurator extra zahlen.

Das ist bei einem Einstiegspreis von 82.200 Euro schwer vermittelbar. Der 22-kW-Lader halbiert die Standzeit am AC-Pfeiler beim gewaltigen 100-kWh-Akku effektiv von knapp zehn auf gut fünf Stunden – ein massiver Alltagsvorteil im städtischen Raum. Immerhin schiebt Porsche für die drei kleineren Modelle ein neues Business-Paket nach. Das Bündel umfasst Matrix-LED-Scheinwerfer, Luftfahrwerk inklusive PASM, Bose-Soundsystem, 14-Wege-Komfortsitze und ein Panorama-Dach. Der Spaß kostet 5.990,46 Euro (beim Macan 4S sind es 5.299,07 Euro). Porsche verspricht bis zu 45 Prozent Preisvorteil gegenüber den Einzeloptionen.

Mehr Serien-Ausstattung und schnelleres Smartphone-Laden

Ein nettes Detail gibt es beim Infotainment: Die induktive Ladeschale in der Mittelkonsole leistet nun 25 Watt statt der bisherigen 15 Watt. Damit lädt das Smartphone beim Navigieren endlich spürbar auf, statt nur heiß zu laufen. Zudem rüstet Porsche den Abstandsregeltempostat sowie das Automatisierte Parken mit 2D Surround View serienmäßig nach. Das Fahrzeug blinkt und lenkt dabei komplett eigenständig in Längs- und Querlücken.

An der eigentlichen Performance ändert sich nichts: Der DC-Peak an der Schnellladesäule verweilt bei gewohnten 270 kW. Wer hingegen auf eine Rückkehr von Benzindämpfen gehofft hat, bleibt enttäuscht. Die Produktion des alten Verbrenner-Macan ist seit Juli Geschichte, ein Nachfolger kommt nicht vor 2028. Unterm Strich bringt die Modellpflege sinnvolle Ausstattungs-Extras, zeigt aber auch die gewohnte Abkassier-Taktik bei grundlegender Ladetechnik.

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2 Kommentare

  1. Ein Porsche ist kein Brot-und-Butter-Auto. Dass der 22-kW-Lader bereits ab dem GTS Serie ist, ist ein echter Fortschritt. Die Basis-Ausstattung eines Porsches war schon immer mau und wird so kaum geordert. Die Basis bietet ob des Preisniveuas billig wirkendes Plastik, wer sein Vehikel in edles, der Preisklasse entsprechendes feines Leder hüllen möchte, zahlt bereits an dieser Stelle einen veritablen Aufpreis. Das ist bei der Technik nicht anders. Die Krone deutscher Ingenieurskunst möchte wohl bezahlt sein. Der Porsche Grundpreis wird von der schreibenden Zunft gern zitiert, ist aber so realistisch wie die Steuererklärung auf einem Bierdeckel. Die Wahrheit liegt oftmals ein Drittel über dem Einstiegspreis, was heutzutage einem gut ausgestatteten VW Golf GTI entspricht. Wer sich für einen aufladbaren Porsche entscheidet, scheitert in der Regel nicht am Aufpreis, sondern kauft höchstens ein Mal ein vollelektrisches Modell, um anschließend wieder reumütig zum artgerechten Verbrenner zurückzukehren. Wer einen Porsche kauft, freut sich an den Individualisierungsmöglichkeiten, die bei anderen Großserienmodellen in dieser Art selten möglich sind und lässt sein Fahrzeug hierfür gerne einen Monat und mehr in der Exklusiven Manufaktur stehen.

  2. Die Aufpreispolitik von Porsche war seit jeher eine Frechheit und zwar eine bodenlose. Die Quittung erhalten Sie jetzt, aber gut, all die Jahre hat es ja funktioniert! Dennoch, ich fahre seit vielen Jahren elektrisch und muss ernsthaft überlegen wo ich die 22 KW-Lademöglichkeit überhaupt jemals hätte gebrauchen können. Die meisten Porschefahrer haben doch entweder zu Hause eine Lademöglichkeit über eine Wallbox oder laden unterwegs über einen Schnelllader. Aber, wer zu Hause keine Lademöglichkeit hat, für den kann es natürlich dann doch sinnvoll sein, muss ich zugeben!

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