RadzaRat und Sturnus: Neue Android-Trojaner bedrohen Nutzer mit Datenklau und kaum erkennbarer Spionage
Hallo Du, um keine News zu verpassen abonniere doch einfach kostenlos meine Kanäle, vielen Dank:
Seit dem 8. November 2025 sorgt eine neue Schadsoftware namens RadzaRat für Aufsehen. Entwickelt von einem Hacker mit dem Alias „Heron 44“, verschickt der Trojaner erbeutete Informationen über Telegram-Bots direkt an Angreifer. Besonders alarmierend ist die geringe Erkennungsrate: Nur neun von 66 getesteten Antivirenprogrammen schlagen laut VirusTotal und Certo Software überhaupt an. Damit bleibt die Malware für die meisten Nutzer unsichtbar.
RadzaRat unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen Trojanern. Er verschafft Angreifern umfassenden Zugriff auf den Speicher infizierter Geräte, durchsucht sämtliche Ordner und überträgt Dateien bis zu einer Größe von zehn Gigabyte. Fotos, Videos, Dokumente und Backups können so unbemerkt entwendet werden. Zusätzlich zeichnet ein integrierter Keylogger sämtliche Tastatureingaben auf, darunter Passwörter, Kreditkartendaten und Nachrichten. Die Steuerung erfolgt über Telegram-Bots, was den Einsatz selbst für technisch unerfahrene Angreifer erleichtert. Techzine beschreibt das Tool deshalb als besonders einsteigerfreundlich.
Die Gefahren sind vielfältig: RadzaRat bleibt für die meisten Sicherheitslösungen unsichtbar, ermöglicht massiven Datenklau und macht es auch Laien möglich, sensible Informationen abzugreifen. Certo Software empfiehlt daher mehrere Schutzmaßnahmen. Nutzer sollten Apps ausschließlich aus dem Google Play Store installieren und keine APK-Dateien von Drittanbietern laden. Berechtigungen müssen kritisch geprüft werden, insbesondere wenn Anwendungen Zugriff auf Administratorrechte oder Ausnahmen bei der Batterieoptimierung verlangen. Vorsicht ist geboten bei unbekannten Entwicklern, während regelmäßige Updates von Android und installierten Apps helfen, Sicherheitslücken zu schließen. Ergänzend können Antiviren-Apps wie Malwarebytes oder Bitdefender eingesetzt werden, auch wenn sie RadzaRat nicht immer erkennen.
Neben RadzaRat taucht mit Sturnus ein weiterer Trojaner auf, der noch schwerer zu entdecken ist. Diese Schadsoftware greift entschlüsselte Bildschirminhalte ab und kann so alles mitlesen, was auf dem Display erscheint – von Banking-Apps über Chats bis hin zu E-Mails. Damit stellt Sturnus eine noch größere Bedrohung dar, da er direkt die visuelle Ausgabe überwacht.
Die aktuelle Lage zeigt, wie ernst die Bedrohung durch moderne Android-Malware ist. RadzaRat und Sturnus verdeutlichen, dass Virenscanner allein keinen ausreichenden Schutz bieten. Nutzer müssen aktiv handeln, verdächtige Apps meiden, Berechtigungen hinterfragen und Sicherheitsupdates sofort installieren, um ihre Geräte und Daten zu schützen.
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
