Honor 600-Serie: Extrem hohe Europreise und kleinerer Akku für Deutschland

Die Preisgestaltung für die hiesige Markteinführung der Honor 600-Serie sorgt für Diskussionen. Während das Standardmodell mit 256 GB Speicher für 649 Euro (UVP) startet, verlangt der Hersteller für die 512-GB-Variante 699 Euro. Besonders das Honor 600 Pro schlägt mit 999 Euro ins Kontor. Wer jedoch früh zuschlägt, kann den Preis durch Rabattaktionen zum Start am 6. Mai ab 16:00 Uhr auf 499 Euro respektive 799 Euro drücken. Beim Pro-Modell legt Honor zudem Hardware-Zugaben wie ein Tablet oder einen Projektor für die ersten Besteller oben drauf.
Technisch hinterlässt die europäische Version einen faden Beigeschmack. Im Vergleich zu den asiatischen Modellen schrumpft die Akkukapazität von 7.000 mAh auf 6.400 mAh. Zwar bleibt dieser Wert im Marktumfeld ordentlich, doch das Alleinstellungsmerkmal der extremen Ausdauer geht verloren. Unter der Haube arbeitet im Basismodell der Snapdragon 7 Gen 4. Das Pro-Modell nutzt den Snapdragon 8 Elite, der leistungstechnisch zwar potent ist, angesichts der Preisempfehlung von fast 1.000 Euro aber mit moderneren Flaggschiff-Chipsätzen konkurrieren muss. Selbst das hauseigene Magic 8 Pro ist aktuell im Handel teilweise günstiger zu finden.
Helligkeitsrekorde will Honor beim Display aufstellen. Das AMOLED-Panel soll eine Spitzenhelligkeit von 8.000 Nits erreichen, was in der Praxis vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung für eine exzellente Ablesbarkeit sorgen dürfte. Fotografisch setzt die Serie auf eine 200-Megapixel-Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, während das Pro-Modell zusätzlich eine 50-Megapixel-Teleoptik mit 3,5-fachem Zoom erhält. Lobenswert ist das Versprechen von sechs Jahren Android-Updates, was die Langlebigkeit der Geräte theoretisch erhöht. Es bleibt jedoch fraglich, ob die Hardware-Kombination die ambitionierten Listenpreise ohne die zeitlich begrenzten Rabatte rechtfertigt.
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