Elon Musks leere Versprechen: Tesla-Roadster erneut verschoben und Hardware 3 erhält kein autonomes Fahren

Elon Musk nutzt die Bekanntgabe der Quartalszahlen für 2026 für eine weitere Korrektur seiner Zeitpläne. Besitzer eines Tesla mit Hardware 3 (HW3) müssen jetzt eine bittere Pille schlucken: Das System reicht laut Musk technisch nicht für echtes, unbeaufsichtigtes Fahren aus. Die geringe Speicherbandbreite, die nur ein Achtel der Leistung von Hardware 4 erreicht, verhindert den versprochenen Autonomie-Sprung. Wer die Option „Full Self-Driving“ (FSD) bereits bezahlt hat, steht vor einer Hürde. Tesla plant zwar Umrüstungen inklusive Kamera- und Rechnertausch, sieht dafür aber die Errichtung spezieller Kleinfabriken in Ballungsräumen vor. Alternativ locken Rabatte beim Umstieg auf ein aktuelles Fahrzeug mit KI-Hardware der vierten Generation.
Die Einführung des vollautonomen Fahrens für Privatwagen rückt ebenfalls nach hinten. Musk peilt nun frühestens das vierte Quartal 2026 an, wobei die Freischaltung schrittweise und nach Regionen sortiert erfolgen soll. Als Begründung führt der Chef die Komplexität von Kreuzungen, schlechte Fahrbahnmarkierungen und Wettereinflüsse an. Dass diese Faktoren in der Branche seit Jahrzehnten als Standardprobleme bekannt sind, hält Tesla nicht davon ab, sie als neue Erkenntnisse zu präsentieren. Das ständige Verschieben der Ziellinie wirkt mittlerweile wie ein fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation, um die Erwartungen der Anleger bei Laune zu halten.
Parallel dazu bleibt der neue Tesla Roadster ein Phantom. Die für Ende April angekündigte Präsentation findet nicht statt. Musk vertröstete die wartenden Kunden auf einen Termin „in etwa einem Monat“, da die Validierung und Tests mehr Zeit beanspruchen würden. Es ist das achte Mal seit 2017, dass der Sportwagen offiziell vertagt wird. Während Mitbewerber wie Rimac oder BYD bereits fertige High-End-Stromer ausliefern, existiert der Roadster weiterhin nur als Versprechen auf dem Papier. Kunden, die vor fast zehn Jahren sechsstellige Beträge angezahlt haben, müssen sich weiterhin mit vagen Ankündigungen über Raketentriebwerke und Beschleunigungswerte unter einer Sekunde begnügen.
Wirtschaftlich meldete Tesla für das erste Quartal 2026 einen Gewinn von 0,41 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 22,38 Milliarden US-Dollar. Trotz dieser soliden Finanzzahlen bleibt ein fader Beigeschmack: Das Unternehmen produzierte über 50.000 Fahrzeuge mehr, als es im gleichen Zeitraum absetzen konnte. Solange die Software-Revolution auf sich warten lässt, muss Tesla beweisen, dass die Hardware allein die ambitionierte Börsenbewertung rechtfertigt. Die angekündigte FSD-Version 15 soll zwar die Architektur grundlegend erneuern, wird aber vermutlich erst Anfang 2027 in der breiten Masse ankommen.
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