Anthropic Fable 5 und Mythos 5 gekillt: Amazon drückt auf den Not-Aus

Die KI-Welt steht Kopf: Anthropic hat seine Top-Modelle Fable 5 und Mythos 5 über Nacht vom Netz genommen. Auslöser ist eine Notfall-Anordnung der US-Regierung zur Exportkontrolle. Hinter den Kulissen zieht offenbar kein Geringerer als Amazon-Chef Andy Jassy die Fäden.
Einem Bericht des Wall Street Journal zufolge hat Jassy interne Forschungsdaten direkt ins Weiße Haus getragen. Das Papier soll belegen, dass sich die Sicherheitsfilter von Fable 5 durch gezielte Prompts aushebeln lassen. Die Behauptung: Die KI liefert Support für Cyberangriffe.
Die betroffenen Modelle im Check
- Claude Fable 5: Das Aushängeschild für komplexe Aufgaben. Die Vorwürfe wirken konstruiert, da vergleichbare Lücken bei Konkurrenten wie GPT 5.5 ebenfalls existieren, ohne dass dort direkt der Stecker gezogen wird.
- Mythos 5: Das Modell für spezialisierte Forschung. Durch das Exportverbot für ausländische Staatsangehörige ist das internationale Anthropic-Team nun faktisch von der eigenen Entwicklung ausgesperrt.
Die Argumentation der US-Regierung bröckelt jedoch. Sicherheitsexpertin Katie Moussouris von LutaSecurity stellte klar, dass es sich bei den Amazon-Erkenntnissen keinesfalls um einen echten „Jailbreak“ handelt. Anthropic selbst weist die Darstellung der Regierung entschieden zurück.
Es riecht verdächtig nach einem politischen Rachefeldzug. Anthropic weigert sich seit Monaten beharrlich, seine KI für Massenüberwachung oder autonome Waffensysteme bereitzustellen. Dass Amazon, ein massiver Geldgeber von Anthropic, gleichzeitig als interner Denunziant auftritt, macht die Sache für die KI-Entwicklung hochgefährlich.
Quelle: Wall Street Journal
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