Samsung Galaxy S26 FE: Kamera-Recycling wird richtig teuer

Samsung dreht bei der Fan Edition mal wieder eine Ehrenrunde im Ersatzteillager. Laut neuen Leaks (via Android Authority) übernimmt das kommende Samsung Galaxy S26 FE (interner Codename „r14“) praktisch die komplette Kamera-Hardware des Vorgängers. Überrascht das noch jemanden? Kaum. Ärgerlich ist es trotzdem.
Ich hatte sowohl das S24 FE als auch das S25 FE monatelang im Alltagseinsatz. Der 50-MP-Hauptsensor ISOCELL GN3 zieht bei schnellen Schnappschüssen im Sonnenlicht zwar ordentliche Bilder, stößt bei dynamischen Kontrasten und Dämmerung aber schmerzhaft schnell an seine Grenzen. Dass Samsung dieses Bauteil nun im dritten Jahr in Folge unverändert durchschleift, ist für Smartphone-Fotografen ein Dämpfer. Dazu gesellen sich erneut das leicht angestaubte 8-MP-Teleobjektiv mit 3-fach-Zoom sowie ein 12-MP-Ultraweitwinkel.
Exynos 2500 übernimmt die Schadensbegrenzung
Statt bei der Sensorik nachzubessern, verlässt sich Samsung lieber auf Silizium. Unter der Haube arbeitet künftig der im 3nm-Verfahren gefertigte Exynos 2500. Die gesamte Last liegt also auf dem neuen Bildsignalprozessor (ISP) und den KI-Algorithmen. Ob die Software am Ende wirklich spürbar mehr Bildqualität aus dem alten Glas zaubern kann, bleibt abzuwarten.
| Komponente | Galaxy S25 FE | Galaxy S26 FE (Leak) | Praxis-Einordnung |
| Hauptkamera | 50 MP (ISOCELL GN3) | 50 MP (ISOCELL GN3) | Hardware-Stagnation im 3. Jahr |
| Telekamera | 8 MP (3x Zoom, OIS) | 8 MP (3x Zoom, OIS) | Mageres Bokeh, veralteter Sensor |
| Prozessor | Exynos 2400 | Exynos 2500 (3nm) | Mehr KI-Power & ISP-Leistung |
| Akku & Laden | 4.900 mAh / 45W | 4.900 mAh / 45W | Solider Standard, nix Neues |
| Arbeitsspeicher | 8 / 12 GB RAM | Bis zu 12 GB RAM | Wichtig für On-Device-KI |
| Preis (UVP) | ca. 699 € | ca. 749 € – 799 € | 50 € Aufpreis ohne Gegenwert? |
Die restliche Ausstattung liest sich pragmatisch: Der 4.900-mAh-Akku lädt mit 45 Watt, während das 6,7-Zoll-AMOLED-Display im gewohnten Flaggschiff-Gewand steckt. Keine Experimente, keine Überraschungen.

Mehr zahlen für alte Technik? Eine steile Ansage
Wirklich bitter stößt jedoch der Blick auf die vermutete Preisgestaltung auf. Insider-Informationen sprechen von einem Startpreis zwischen 749 Euro und 799 Euro. In mehreren europäischen Märkten droht damit ein saftiger Aufschlag von mindestens 50 Euro gegenüber dem S25 FE.
Wie Samsung der eigenen Community einen höheren Preis bei unveränderter Sensorik schmackhaft machen will, erschließt sich mir nicht. Zum geplanten Release am 1. September 2026 hat das S26 FE einen schweren Stand. Wer echte Fortschritte bei der Fotografie sucht, greift derzeit besser zum preisgesunkenen S25-Standardmodell oder nimmt die ersten unabhängigen Labortests genau unter die Lupe.
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