Samsung Galaxy Watch Ultra 2: Brutaler Akku-Sprung hat eine teure Kehrseite

offizielle Renderbilder der kommenden Samsung Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2
Quelle: AndroidHeadlines
Verpasse keine News, folge mir auf WhatsApp, Mastodon oder Google News

Wer jeden Abend seine Smartwatch an das Ladekabel hängen muss, verliert im Alltag schnell die Lust am Gadget. Ich kenne das Elend zur Genüge. Die aktuelle Galaxy Watch 7 in der 44-mm-Version packt im Mischbetrieb mit Always-On-Display selten mehr als eineinhalb Tage. Frustrierend. Samsung will dieses Problem bei seiner kommenden Luxus-Uhr nun endgültig mit roher Gewalt lösen. Die neuesten Leaks vor dem Unpacked-Event am 22. Juli offenbaren ein massives Hardware-Upgrade, das vor allem die Konkurrenz aus Cupertino ins Schwitzen bringen dürfte.

Der schleichende Offenbarungseid der eigenen Chip-Sparte

Samsung bricht mit einer alten Tradition. Die neuen Uhren bekommen laut aktuellen Berichten den Snapdragon Wear Elite von Qualcomm verpasst. Ein cleverer, aber für Samsung extrem teurer Befreiungsschlag. Jahrelang versuchte der Konzern, die eigenen Exynos-Prozessoren als gleichwertige Alternative im Markt zu etablieren. Vergeblich. Im Wearables-Bereich fehlt den Südkoreanern schlicht die nötige Skaleneffizienz im hochmodernen 3-Nanometer-Verfahren.

Für uns Nutzer ist der Wechsel ein Segen. Der neue Qualcomm-Chip verspricht spürbar mehr Performance bei deutlich weniger Hunger nach Energie. Das merken wir beim schnellen Scrollen durch die Benachrichtigungen sofort. Keine Mikro-Ruckler mehr. Zusätzlich spendiert Qualcomm den Wearables den brandneuen Standard Bluetooth 6.0 sowie Dual-Band-WLAN.

Mit Bluetooth 6.0 und stabilem Dual-Band-WLAN passiert im Alltag es nicht mehr, dass die Verbindung zu den Kopfhören abreißt. Die eigentliche Sensation spielt sich jedoch beim Energiespeicher des Topmodells ab.

800 Milliamperestunden pure Ansage gegen Apple

Bei der normalen Galaxy Watch 9 herrscht gähnende Langeweile. Das kleine 40-mm-Modell stagniert laut den WinFuture-Leaks bei den bekannten 325 mAh des Vorgängers. Die größere 44-mm-Variante tritt mit 445 mAh ebenfalls fast auf der Stelle. Pustekuchen. Die Galaxy Watch Ultra 2 mutiert hingegen zum echten Koffer.

Massive 800 mAh quetscht Samsung in das Gehäuse aus Titan. Ein Brocken. Wir reden hier von satten 35 Prozent mehr Kapazität im Vergleich zur ersten Galaxy Watch Ultra (590 mAh). Zum Vergleich: Die Apple Watch Ultra 2 wirkt mit ihren 564 mAh dagegen fast schon schmächtig.

Laufzeiten von vier bis fünf Tagen rücken damit im Alltag in greifbare Nähe. Vorausgesetzt, Samsung versaut es nicht auf den letzten Metern bei der Software-Optimierung von One UI Watch 9. Wer die Uhr am Ende wirklich nur einmal pro Woche laden will, muss im Alltag clever operieren. AOD aus, Herzfrequenz-Messung auf zehn Minuten stellen und schon läuft die Kiste.

ModellAkku-KapazitätGeplante Preise
Galaxy Watch 9 (40mm)325 mAh409 Euro
Galaxy Watch 9 (44mm)445 mAh439 Euro
Galaxy Watch Ultra 2 (47mm)800 mAh749 Euro

Der Haken an der schönen neuen Wearable-Welt

Mehr Leistung und mehr Laufzeit kosten spürbar mehr Kohle. Die Kehrseite der Medaille trifft den Geldbeutel hart. Für das Ultra-Modell werden laut den Leaks heftige 749 Euro fällig. Ein absurder Aufpreis. Wer nicht zwingend extreme Outdoor-Touren plant, schluckt bei dieser Summe erst einmal kräftig. Besonders auffällig: Die äußere Optik bleibt nahezu identisch zum Vorgänger.

Dazu kommt die Physik. 800 mAh wiegen. Die Uhr wird am Handgelenk unweigerlich klobig wirken. Wer verliert bei diesem Deal? Alle Mittelklasse-Käufer. Samsung schafft hier eine harte, kalkulierte Hierarchie. Die normalen Modelle bekommen nur marginale Updates, während das Topmodell langsam in Richtung unbezahlbare Luxus-Uhr driftet. Ob das neue Bluetooth und das dicke Akku-Plus diesen Sprung rechtfertigen, sehen wir nächste Woche. Am Ende bezahlt man hier schlicht den Riesen-Akku.

Warum Qualcomm die Tür für On-Device-KI öffnet

Der Wechsel zum Snapdragon Wear Elite ist mehr als nur Schadensbegrenzung für Samsungs schwächelnde Chip-Fabriken. Die moderne Architektur des Qualcomm-Prozessors liefert die nötige Rechenpower für lokale KI-Features direkt auf der Uhr. Bisher mussten komplexe Gesundheits-Analysen oder Sprach-Algorithmen mühsam an das gekoppelte Smartphone ausgelagert werden. Das kostete Zeit und Akku. Mit dem neuen Chip-Fundament kann Samsung seine „Galaxy AI“ im Jahr 2026 endlich autark am Handgelenk arbeiten lassen. Ein cleverer Schachzug, der den Abstand zu Googles Pixel Watch im Wear-OS-Lager massiv vergrößern könnte.

Google bevorzugte Quelle Schmidtis Blog Schmidtis Blog zu Deiner bevorzugten Quelle bei Google hinzufügen

Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!

Ein Kommentar

  1. Meine Garmin Venu 3 hält 7 bis 10 Tage durch, je nachdem, wie oft ich GPS nutze.
    Die kleinere Garmin Venu 3s meiner Frau 4 bis 8 Tage …

    Alle 1 bis 2 Tage Akku laden … einfach ein schlechter Witz!
    Ich würde sagen, falsch gekauft …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert