Samsung: TriFold 2 und Slideable früher als gedacht

Samsung Galaxy Z TriFold
Quelle: Samsung
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Der frische Bericht von Lanzuk auf Naver lässt wenig Spielraum für Schönreden: Samsung prüft ernsthaft einen früheren Start des Galaxy Z TriFold 2 – und zieht das lange gehandelte Slideable-Phone gleich mit. Beide Geräte bleiben 2027-Kandidaten, doch der Zeitplan rutscht nach vorne. Für ein Gerät, das beim Vorgänger schon bei rund 2.899 Dollar startete und jetzt dünner, leichter und robuster werden soll, ist das keine Kleinigkeit. Der Preis soll laut Quelle „nahezu identisch“ bleiben – bei steigenden Komponentenkosten eine mutige Ansage.

Dünner, leichter, robuster – und trotzdem teuer

Samsung will beim TriFold 2 die bekannten Schwächen des Erstlings angehen. Das erste Modell war mit 12,9 Millimetern im geschlossenen Zustand und über 300 Gramm kein Alltagswunder. Der Nachfolger soll spürbar abspecken und gleichzeitig haltbarer werden. Das klingt logisch, nachdem der Verkauf der ersten Generation schon nach wenigen Monaten wieder eingestellt wurde. Die knappe Stückzahl und die hohen Herstellungskosten hatten das Gerät klar als Technologie-Demonstrator positioniert, nicht als Volumenmodell.

Genau hier setzt die neue Planung an. Wer den Markt beobachtet, weiß, dass Samsung nach dem schnellen Aus des Erstlings nicht stillsitzt. Die Entwicklung des dünneren Nachfolgers läuft bereits, und ein früherer 2027-Termin würde den Druck auf Huawei und andere Tri-Fold-Anbieter erhöhen. Gleichzeitig bleibt der Preis heikel: Bei 2.899 Dollar für die erste Generation und der Ansage, diesen Level zu halten, riskiert Samsung erneut eine Nischenposition. Kompromisse bei Material oder Technik wären die logische Kehrseite – doch die Quelle bleibt hier vage.

Slideable-Phone: Der eigentliche Aufreger

Noch spannender ist die zweite Hälfte der Meldung. Das Slideable-Gerät (auch als Rollable bekannt) soll ebenfalls früher kommen und womöglich gemeinsam mit dem TriFold 2 erscheinen. Bisher hatte ein Juli-Bericht noch nahegelegt, dass das ausziehbare Display vor dem TriFold 2 an den Start gehen könnte. Nun sieht es nach Parallel-Launch aus – immer noch 2027, aber nicht mehr so weit hinten wie zunächst angenommen.

Das Konzept selbst ist nicht neu. Samsung zeigte bereits auf der MWC 2026 einen Prototyp mit Schienenmechanik: von 5,1 Zoll im kompakten Zustand auf 6,7 Zoll ausgezogen, ohne klassisches Scharnier. Genau diese Alternative zu den Foldables mit sichtbarer Falz macht das Gerät interessant. Bisher hat kein Hersteller ein kommerziell erhältliches Rollable auf den Markt gebracht. LG war nah dran, stellte dann aber die Smartphone-Sparte ein. Samsung könnte also tatsächlich das erste serienreife Gerät dieser Art liefern.

Ob das gelingt, hängt an der Mechanik. Manuelle Schiebe-Lösungen ohne Motor klingen alltagstauglicher als motorisierte Varianten, bringen aber eigene Haltbarkeitsfragen mit. Die Quelle liefert zu dem Slideable-Phone bewusst keine weiteren Specs – und das ist ehrlich. Wir wissen nur, dass der Zeitplan nach vorne rutscht und dass es parallel zum TriFold 2 geplant wird.

Früherer Start, gleiche Unsicherheiten

Beide Geräte bleiben in 2027. Eine konkrete Monat-Angabe fehlt. Der frühere Termin dürfte vor allem der Konkurrenzsituation geschuldet sein – Apple experimentiert mit eigenen Foldables, Huawei treibt Tri-Folds weiter, und der Markt für neue Formfaktoren bleibt eng. Samsung hatte mit dem ersten TriFold gezeigt, dass die Technik funktioniert, aber auch, dass Preis und Verfügbarkeit knallhart limitieren.

Die Kombination aus dünnerem TriFold 2 und erstem kommerziellen Slideable ist ambitioniert. Wer beide Geräte gleichzeitig vorbereitet, signalisiert, dass die Ära der klassischen Book-Style-Folds allein nicht mehr ausreicht. Gleichzeitig bleibt die große Frage offen: Wie lange hält ein manuell ausziehbares Display im Alltag? Und schafft Samsung es, den Preis des TriFold 2 bei steigenden Kosten wirklich stabil zu halten?

Die Quelle ist klar: Lanzuk spricht von „considering“ – also Prüfung, kein finaler Beschluss. Trotzdem verschiebt sich das Bild. 2027 wird für Samsung-Fans mit neuen Formfaktoren spannender, als es noch vor wenigen Wochen aussah. Die Technik ist da. Jetzt muss sie nur noch bezahlbar und alltagstauglich werden.

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