Samsung überholt Apple im Q1 2026: Smartphone-Marktführer trotz Speicherkrise

Der Smartphone-Markt wächst weiterhin, obwohl die Speicherkrise eigentlich das Gegenteil vermuten ließe. Im ersten Quartal 2026 legte der Sektor um ein Prozent im Jahresvergleich zu. Die meisten Hersteller kompensieren die gestiegenen Kosten für RAM und Flash-Speicher bislang noch selbst, anstatt sie vollständig an Kunden weiterzugeben.
Samsung eroberte die Marktführung zurück. Mit 22 Prozent Anteil liegt der südkoreanische Konzern knapp vor Apple, das auf 20 Prozent kommt. Im vierten Quartal 2025 führte noch der kalifornische Rivale, im dritten Quartal 2025 bereits Samsung. Der Wechsel an der Spitze wiederholt sich also regelmäßig. Beide Unternehmen konnten im Jahresvergleich zulegen: Samsung um zwei Prozent, Apple um ein Prozent.
Xiaomi verteidigte Position drei, verlor aber drei Prozentpunkte. Statt 14 Prozent in Q1 2025 erreicht die chinesische Marke nur noch elf Prozent. Oppo folgt mit zehn Prozent auf Rang vier, was ebenfalls einen Rückgang um einen Prozentpunkt bedeutet. Omdia zählt dabei auch OnePlus und Realme zur Oppo-Familie. Vivo komplettiert die Top fünf mit sieben Prozent, nach acht Prozent im Vorjahr. Die restlichen 29 Prozent teilen sich kleinere Anbieter.
Die Zahlen stammen von Omdia, einem renommierten Marktforschungsinstitut. SamMobile berichtete zuerst über die Erhebung. Samsung und Apple liefern sich seit über zehn Jahren einen Zweikampf um die Spitze. Mal führt der eine, mal der andere. Konsistente Dominanz schafft keiner der beiden Konzerne.
Speicherpreise bleiben das zentrale Thema. Aktuell stemmen Hersteller die Mehrkosten noch weitgehend selbst. Das erklärt, warum der Markt trotz horrender Preise für RAM und Flash-Module nicht eingebrochen ist. Omdia prognostiziert allerdings einen weiteren Anstieg um 30 Prozent in Q2 2026. Dann könnten Hersteller gezwungen sein, die Kosten stärker an Endkunden weiterzugeben.
Preiserhöhungen sind in dieser Situation naheliegend, aber riskant. Kunden reagieren sensibel auf teurere Smartphones, besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Hersteller müssen abwägen, ob sie Margen reduzieren oder Absatzzahlen gefährden wollen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie lange die Branche die Speicherkrise noch abfedern kann.
Interessant ist, dass Xiaomi trotz Verlust weiterhin klar vor Oppo und Vivo liegt. Der Abstand zum Spitzenduo bleibt allerdings beträchtlich. Elf Prozent gegen 22 Prozent machen deutlich, wie dominant Samsung und Apple nach wie vor sind. Die chinesischen Marken kämpfen eher untereinander um Anteile, als dass sie den beiden Großen ernsthaft gefährlich werden.
Vivo und Oppo verlieren beide Anteile, wenn auch moderat. Das könnte mit der regionalen Abhängigkeit zusammenhängen. Beide Marken sind stark in Asien vertreten, schwächeln aber in Europa und Nordamerika. Samsung und Apple profitieren von ihrer globalen Präsenz und etablierten Ökosystemen. Die Markentreue spielt besonders im Premium-Segment eine entscheidende Rolle.
Links mit einem * sind Partner-Links. Durch einen Klick darauf gelangt ihr direkt zum Anbieter. Solltet ihr euch dort für einen Kauf entscheiden, erhalte ich eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts. Danke für eure Unterstützung!
