Sicherheits-Aus: Google Wallet streicht Unterstützung für ältere Pixel-Smartphones

Google Wallet
Quelle: Google

Die Bezahlung an der Supermarktkasse endet für viele Pixel-Besitzer derzeit mit einer Fehlermeldung. Google hat offenbar klammheimlich die Daumenschrauben bei der Play Integrity API angezogen und sperrt damit ältere Hardware vom kontaktlosen Bezahlen aus. Besonders die komplette Pixel-4-Serie sowie das Pixel 4a und 5 stehen auf der Abschussliste. Da diese Geräte keine aktuellen Sicherheitsupdates mehr erhalten, erfüllen sie die neue Anforderung einer maximal zwölf Monate alten Software-Basis nicht mehr. Das Problem lässt sich weder durch einen Werksreset noch durch das Neuflashen des Betriebssystems beheben.

Hintergrund ist die neue Sicherheitsstufe namens meets-strong-integrity, die Google seit Mai 2025 schrittweise für seine Dienste erzwingt. Da der letzte offizielle Patch für das Pixel 4 bereits aus dem Oktober 2022 stammt, ist die technische Hürde für diese Modelle unüberwindbar. Interessanterweise scheint das Problem spezifisch an der Architektur der vierten Pixel-Generation zu hängen. Besitzer noch älterer Geräte wie dem Pixel 3 berichten nämlich weiterhin von einem funktionierenden System. Das deutet auf einen gezielten Entzug des kryptografischen Vertrauens für die 4er-Reihe hin.

Die Auswirkungen beschränken sich nicht nur auf die Wallet-App. Auch Drittanbieter wie OpenAI mit ChatGPT oder die Entwickler von Pokémon GO nutzen diese Schnittstelle und verweigern auf den betroffenen Telefonen den Dienst. Im Google-Support-Forum kursieren Berichte über rund 17.000 betroffene Nutzer. Sogar erste Meldungen von OnePlus-8-Besitzern tauchen auf, was auf ein generelles Problem für alle Smartphones ohne aktuellen Support-Status hindeutet. Wer ein solches Gerät nutzt, sollte dringend den Zertifizierungsstatus im Play Store prüfen.

Google reagiert auf die Beschwerden bisher nur sehr zurückhaltend und bietet vereinzelt individuelle Lösungen an. Einigen Nutzern stellte der Support offenbar einen Rabattgutschein über 95 Euro für den Kauf eines aktuellen Modells aus. Damit bestätigt das Unternehmen indirekt, dass eine Rückkehr der Bezahlfunktion für die alten Klassiker ausgeschlossen ist. Die strengeren Sicherheitsvorgaben stufen die veraltete Software schlicht als zu riskant für Finanztransaktionen ein. Für treue Fans der kompakten Pixel-Modelle bleibt damit oft nur der bittere Umstieg auf neuere Hardware.

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