Tensor G6 leak zeigt 7-Kern-Chaos – Googles Pixel-11-Prozessor macht alles anders

Google Tensor
Quelle: Google
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Ein Geekbench-Leak wirft Fragen auf. Der Eintrag „Google Kodiak“ listet einen Prozessor mit sieben Kernen – eine Konfiguration, die im Android-Flaggschiff-Bereich nahezu unbekannt ist. Google plant offenbar einen radikalen Bruch mit der etablierten Achtkern-Architektur des Tensor G5.

Der Chip kombiniert einen Arm C1-Ultra-Kern mit 4,11 GHz, vier C1-Pro-Kerne bei 3,38 GHz und zwei weitere C1-Pro-Kerne bei 2,65 GHz. Die Taktraten überbieten den Vorgänger deutlich. Gleichzeitig verzichtet Google auf einen kompletten Leistungskern-Cluster. Stattdessen setzt man auf eine asymmetrische Aufteilung, die Effizienz und Spitzenleistung neu gewichtet.

Die Grafikeinheit wechselt von der PowerVR DXT-48-1536 zum C-Series CXTP-48-1536 Modell. Diese Modellbezeichnung deutet auf eine andere Feature-Ausrichtung hin, möglicherweise mit Fokus auf KI-Beschleunigung statt reinem Rendering-Durchsatz.

Die Benchmark-Werte enttäuschen massiv. 845 Punkte im Single-Core-Test und 2.657 Punkte im Multi-Core-Test liegen weit unter dem Tensor G5 im Pixel 10 Pro XL, der 2.267 beziehungsweise 6.034 Punkte erzielt. Diese Lücke bestätigt den frühen Entwicklungsstand. Prototypen laufen oft mit deaktivierten Optimierungen oder reduzierten Taktraten.

Die Verbindung zum Codenamen „Kodiak“ bleibt widersprüchlich. Zunächst tauchte der Name im Kontext des Pixel 10 Pro XL auf, nun ordnet Notebookcheck ihn der Pixel-11-Generation zu. Die ungewöhnliche Kernzahl passt eher zu einer neuen Produktgeneration als zu einem iterativen Update.

OPPO wagt mit dem Find N5 einen ähnlichen Schritt. Dort arbeitet eine 7-Kern-Version des Snapdragon 8 Elite. Google könnte hier einem Branchentrend folgen, der große.LITTLE-Designs zugunsten maßgeschneiderter Kernzahlen aufgibt. Die finale Leistung des Tensor G6 wird erst mit fertigen Pixel 11-Geräten bewertbar.


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