Xpeng X9: China-Van zertrümmert deutsche WLTP-Versprechen

Wer beim Kauf eines Elektroautos starr auf den offiziellen WLTP-Prospektwert schaut, wird im Alltagsverkehr regelmäßig enttäuscht. In der Praxis weichen die Laborangaben je nach Fahrprofil und Außentemperatur deutlich ab. Der aktuelle skandinavische El Prix Reichweitentest zeigt nun in aller Schärfe, welche Stromer ihre Reichweitenversprechen halten und wer an der Ladesäule einknickt.
Ein Modell setzt dabei ein Ausrufezeichen hinter die eigene Effizienz: Der riesige Xpeng X9 erreicht im Sommervergleich beachtliche 646 Kilometer. Das sind 66 Kilometer mehr als die vom Hersteller angegebenen 580 km WLTP – ein seltenes Plus von +11,4 %. Auf einer typischen 800-Kilometer-Langstrecke bedeutet das schlichtweg einen Ladestopp weniger und spürbar entspannteres Reisen.
Ehrliche Alltags-Zwerge schlagen teure Nobel-Stromer
Der Test belegt eindrucksvoll, dass Reichweitentreue keine Frage des Geldbeutels ist. Der kompakte Kia EV2 übertrifft seinen Sollwert mit 325 km um +5,4 %, während der kleine Hyundai Inster mit 373 km (+3,5 %) ebenfalls positiv überrascht. Beide Modelle liefern verlässliche Gegenwerte für Pendler, ohne die Reichweite schönzurechnen.
Am anderen Ende der Skala wird es für die Oberklasse peinlich. Teure Luxusmodelle wie der Polestar 3 (−3,8 %) oder die Limousine MG IM6 (−11,7 %) bleiben spürbar unter ihren Werksangaben. Hohe Anschaffungskosten garantieren somit keineswegs, dass die versprochene Distanz auf dem Asphalt ankommt.
Die Ladekurven-Falle: Show-Peak schlägt echte Ladezeit
Große Unterschiede zeigen sich auch innerhalb einzelner Konzerne. Während die SUV-Modelle Mercedes GLB 350 (+5,3 %) und GLC 400 (+3,4 %) ihre Sollwerte übertreffen, bleibt der Mercedes-Benz CLA mit −4,7 % deutlich hinter den Erwartungen zurück. Eine einheitliche Plattform ist in der Praxis somit kein Garant für identische Effizienz.
An der Schnellladesäule zeigt sich schließlich die unterschiedliche Philosophie der Ingenieure. Mercedes setzt auf einen kurzen Werbe-Peak von bis zu 350 kW, drosselt das System jedoch schon ab 30 % SoC spürbar ab. Xpeng hält die Ladeleistung hingegen von 15 bis 55 % SoC auf extrem hohem Niveau konstant. Auf Fernreisen bringt diese dauerhafte Plateau-Leistung unterm Strich mehr Zeitgewinn als eine kurzzeitige Ladespitze.
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War das jetzt der komplette Artikel? Irgendwie fühlt es sich beim Lesen an, als käme da noch etwas, wie ein Ende ohne Fazit, ist das ein reiner KI Text? 😉