Xiaomi 18 Pro: Schluß mit Glas bei neuen Top-Modellen

Nahaufnahme der Rückseite eines eleganten, dunkelmetallischen Smartphones. Das Kameramodul verfügt über ein auffälliges Leica-Branding und ein leuchtendes Sekundärdisplay neben den Objektiven mit einem Benachrichtigungssymbol
Grafik: Schmidtis Blog
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Schluss mit der Material-Monotonie in der Oberklasse, aber die Gründe dafür sind rein pragmatischer Natur. Der bekannte Leaker Digital Chat Station vermeldet auf Weibo, dass Xiaomi die kommenden Flaggschiffe Xiaomi 18 Pro und Xiaomi 18 Pro Max aktuell in Schwarz, Weiß, Pink, Blau und Rot testet. Bunt wird es also – aber der eigentliche Schnitt erfolgt beim Gehäusematerial.

Keines der Modelle besitzt noch eine Rückseite aus klassischem Glas. Stattdessen setzt Xiaomi voll auf Glasfaser-Verbundwerkstoff. Was die Marketing-Abteilungen gerne als modernen Trend verkaufen, ist in Wahrheit eine Notbremse beim Gehäusegewicht: Die enorm gewachsenen Akkus zwingen die Hersteller dazu, an der Hülle jedes Gramm einzusparen, damit das Smartphone nicht wie ein Backstein in der Hand liegt.

Gewichtseinsparung schlägt Haptik: Der wahre Grund fürs Glas-Aus

Neben der Ersparnis von rund 15 bis 20 Gramm gegenüber gehärtetem Spezialglas bietet Glasfaser eine spürbar bessere HF-Transparenz für die Mobilfunkantennen. Der Haken liegt woanders: Bei der Kratzfestigkeit auf der Mohs-Härteskala zieht das Material gegenüber modernem Gorilla Glass den Kürzeren. Wer sein Gerät ohne Hülle nutzt, tauscht edles Anfassgefühl gegen potenzielle Mikrokratzer im Alltag.

Unter der Haube gibt es wie gewohnt keine Kompromisse. Der Marktstart steht kurz nach Qualcomms Snapdragon Summit an, wo der Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro feierlich enthüllt wird. Das Silizium wird die Messlatte bei der Rohleistung erneut verschieben – vorausgesetzt, die passive Wärmeabgabe über die neue Glasfaser-Rückseite funktioniert unter Dauerlast ohne frühzeitiges Throttling.

Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro und zweites Display als Zwang

Am Grunddesign ändert Xiaomi im Vergleich zu den Vorgängern wenig. Sogar das umstrittene Display auf der Rückseite bleibt erhalten und könnte laut den Leaks sogar minimal wachsen. Als Sucher-Vorschau für Selfies mit der Hauptkamera ist das Modul zwar praktisch, frisst jedoch wertvollen Platz im Gehäuseinneren und treibt die Produktionskosten unnötig nach oben.

Am Ende entscheidet der Preis. Wenn Xiaomi den Verzicht auf Glas nutzt, um die Marge zu maximieren, anstatt den Preisvorteil an die Käufer weiterzugeben, wird die farbenfrohe Glasfaser-Garde trotz Spitzen-Hardware einen schweren Stand am Markt haben.

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2 Kommentare

  1. Gut, dann bin ich wohl die Ausnahme. Warum ein Handy mit einer haptisch tollen Rückseite und es dann in ein Case packen?
    Aber viel wichtiger noch, ich habe mir keines der letzten Xiaomi Ultras zugelegt, eben weil sie kein rückseitigs Display mehr hatten. Bei meinem 11 Ultra habe ich es geliebt und wäre das 17 Pro oder Pro max nach Deutschland gekommen, wäre es sofort mir gewesen.

  2. absolut richtig!

    die meisten haben eh eine Hülle drum. und das wäre Mal die Neuheit: ein Telefon das von Grund auf mit einer Hülle gedacht ist. warum überhaupt eine Rückseite? warum metal Rahmen? warum nicht eine Variante ohne all das, leicht zu Tauschende Rückseite/Rahmen als bumper. insgesamt wäre es doch angenehmern für den Benutzer…

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