Leapmotor B03: Chinas 20.000-Euro-Attacke auf VW

Seitenansicht eines rosafarbenen Leapmotor B03
Quelle: Leapmotor
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Stellantis-Partner Leapmotor bringt das nächste Elektroauto nach Europa. Was in China aktuell als Leapmotor A05 vom Band läuft, kommt demnächst als Leapmotor B03 zu unseren Händlern. Die Zielscheibe ist glasklar auf die europäische Konkurrenz wie den VW ID. Polo und den Renault 5 E-Tech gerichtet.

Wer einen Blick in den Innenraum wirft, sieht das gewohnte Bild moderner China-Stromer: extrem reduziertes Cockpit, Multifunktionslenkrad und ein riesiger zentraler Touchscreen. Mechanische Schalter sucht man fast vergebens. Das mag im Showroom schick aussehen, im Alltag erfordert die reine Touch-Bedienung aber Disziplin.

Großer Kofferraum schlägt mickrige PS-Zahlen

Bei den Motorisierungen backt der Fernost-Stromer erstaunlich kleine Brötchen. Mit wahlweise 70 kW (94 PS) oder 90 kW (121 PS) ist bei maximal 122 PS Schluss. Gegen den bis zu 211 PS starken Elektro-Polo zieht der B03 an der Ampel klar den Kürzeren. Das ist lahme Moped-Klasse statt Dynamik.

Handfeste Trümpfe zieht der B03 dafür beim Nutzwert aus dem Ärmel. Auf 4,18 Metern Länge bietet der Chinese 474 Liter Kofferraumvolumen plus ein 91 Liter großes Unterbodenfach. Damit lässt er den ID. Polo und den Renault 5 beim Familieneinkauf komplett alt aussehen.

Unter der Haube stecken Akkus mit 39,8 kWh oder 53 kWh Kapazität. Nach dem chinesischen CLTC-Zyklus stehen bis zu 510 Kilometer im Datenblatt, was im realen WLTP-Standard auf rund 390 Kilometer hinauslaufen dürfte. Positiv: Am Schnelllader drückt der B03 mit bis zu 90 kW und lädt in 16 Minuten von 30 auf 80 Prozent.

Preis-Hammer unterhalb des B03X erwartet

In China startet der B03-Ableger umgerechnet bei lächerlichen 7.500 bis 10.000 Euro. Durch Importzölle, Transport und EU-Homologation wird sich dieser Wert in Europa zwar mindestens verdoppeln. Dennoch ist die Ausrichtung eindeutig.

Da das Schwestermodell B03X bei 24.900 Euro startet, dürfte der flachere B03 knapp darunter landen – ein Einstiegspreis von rund 20.000 bis 22.000 Euro ist realistisch. Wenn Stellantis die Kiste womöglich sogar in europäischen Werken vom Band laufen lässt, könnte dieser Preisdruck VW und Renault gewaltig unter Zugzwang setzen.

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