Skoda Enyaq RS im Autobahn-Check: 340 PS treffen auf die Realität

Der Skoda Enyaq RS tritt mit Allradantrieb und einer Leistung von 340 PS an, um sportliches Fahren mit Nutzwert zu kreuzen. Ein aktueller Reichweitentest auf der Autobahn zeigt nun, was das Topmodell der Baureihe unter realen Bedingungen leistet. Bei einer Testfahrt über insgesamt 429 Kilometer kristallisierte sich eine reale Reichweite von etwa 306 Kilometern heraus. Das Fahrzeug startete voll aufgeladen mit einer theoretischen Prognose von 457 Kilometern. Am Ende der Fahrt verblieben lediglich 4 Prozent Restkapazität im 77 kWh großen Akku.
Die technischen Eckdaten lesen sich auf dem Papier beeindruckend. Der Enyaq RS erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h und darf bis zu 1,8 Tonnen an den Haken nehmen. Auf der Strecke genehmigte sich das SUV im Schnitt 24,7 kWh pro 100 Kilometer. Dieser Wert resultiert aus einer winterlichen Bereifung auf 20-Zoll-Felgen, was die Effizienz spürbar beeinflusst. Während der Test im Winter bei rund 300 Kilometern endet, sind im Sommer bei milderen Temperaturen durchaus 360 bis 380 Kilometer machbar.
In Sachen Komfort und Technik spielt der Tscheche seine Stärken voll aus. Das DCC-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern bügelt Unebenheiten souverän weg. Auch die Assistenzsysteme arbeiteten auf der Langstrecke sowie in Baustellen fehlerfrei. Im Innenraum punktet der RS mit sportlichen Sitzen und einem beachtlichen Platzangebot auf der Rückbank. Das Kofferraumvolumen lässt sich auf bis zu 1710 Liter erweitern. Ein Kritikpunkt bleibt jedoch bestehen: Trotz der Fahrzeuglänge von 4,66 Metern verzichtet Skoda weiterhin auf einen Frunk unter der Fronthaube.
Zusätzliche Features wie das zu öffnende Schiebedach und eine Dachlast von 75 Kilogramm unterstreichen die Alltagstauglichkeit. Das Mamba-Grün der Karosserie sorgt für die nötige optische Präsenz auf der Überholspur. Wer viel auf der Autobahn unterwegs ist, muss sich dennoch auf Ladestopps einstellen, sobald die 300-Kilometer-Marke näher rückt. Der Enyaq RS bleibt ein komfortabler Langstreckenbegleiter, fordert aber aufgrund des Verbrauchs eine vorausschauende Routenplanung mit Blick auf die Ladeinfrastruktur.
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„RS“ und Vmax 180km/h – Wow … so’ne Kiste hat mich heute auf der Autobahn ausgebremst … er meinte mit 180 sei er schnell genug, um dauerhaft die linke Spur fahren zu dürfen, obwohl die mittlere Spur frei war … 🙃😝
„Der gute Mann“ hat einige Denkanstöße per Lichthupe gebraucht, um die linke Spur endlich frei zu machen …
Leute Leute. Fahrt doch mal 80/20!
80 % Blick nach vorn, 20% nach hinten … insbesondere wenn man so „einer lahmen Kiste“ unterwegs ist … 😬
60% aller Fahrten sind nicht länger als 5 km, ganze 99% liegen unterhalb von 100 km. Fahrten über 300 Kilometer betreffen also gerade einmal einige wenige Fahrten im 0,0x% Bereich! Die Leute denken immer nur, dass solche Tests für sie relevant wären. Sind sie für nahezu 100% ihrer Fahrten aber eben nicht! 🤷♂️