Samsung Galaxy Tab S12 Ultra: 1.400 Dollar für alten Aufguss?

Samsung bläst im September wieder zum Großangriff auf den Tablet-Markt. Doch wer beim Samsung Galaxy Tab S12 Ultra auf einen echten Designsprung gehofft hat, wird eiskalt erwischt. Die Koreaner servieren uns nach aktuellen Leaks exakt die alte Hardware-Hülle im bekannten Format.
Das bedeutet konkret: Aluminium-Gehäuse, IP68-Schutz und exakt die gleichen Abmessungen von 326,34 x 208,46 x 5,12 mm wie beim Vorgänger. Selbst die gewöhnungsbedürftige Display-Notch für die Frontkamera bleibt uns erhalten. Ein neues Punch-Hole-Design? Fehlanzeige. Das wurde aber auch Zeit – für echte Innovationen statt kosmetischer Mimikry.
Selbes Display, neuer MediaTek-Chip ohne Alltagsnutzen
Beim Bildschirmpanel setzt Samsung erneut auf das bewährte 14,6 Zoll Dynamic AMOLED 2X mit 2960 x 1848 Pixeln und 120 Hz. Auch die spiegelreduzierende Beschichtung und der Fingerabdruckscanner im Display sind wieder an Bord. Echtes Display-Upgrade? Aktuell nicht in Sicht.
Der eigentliche Wechsel findet unter der Haube statt, denn dort werkelt künftig ein MediaTek Dimensity 9500. Der Chip verspricht zwar ordentlich Mehrleistung gegenüber dem Dimensity 9400+ des S11 Ultra, doch ob man diese Power auf einem Android-Tablet im Alltag wirklich braucht, darf bezweifelt werden. Textverarbeitung, Streaming und Notizen reizen schon das aktuelle Modell kaum aus.
Dasselbe Akkutempo und saftige Preise
Ansonsten herrscht auf dem Datenblatt kompromissloser Stillstand. Bei den Kameras bleibt es bei 13 MP Haupt- und 8 MP Ultraweitwinkelsensor hinten sowie 12 MP vorne. Auch beim Akku ändert sich nichts: Es bleibt bei nominell 11.600 mAh und extrem mühsamen 45 Watt Ladeleistung.
Geliefert wird das Tablet mit Android 17 und One UI 9.0, abgesichert durch 7 Jahre Update-Garantie. Richtig weh tut allerdings der mutmaßliche Preis: Die Basisversion mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher dürfte bei rund 1.399 US-Dollar starten – ein Aufpreis von 100 Dollar gegenüber dem Vorgänger. Preislich leider völlig daneben für einen reinen Prozessor-Tausch.
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