BYD Seal Facelift: Mehr Stauraum, aber veraltete Ladetechnik

BYD lässt beim Seal Facelift eine riesige Chance liegen und verzichtet auf den Sprung zur 800-Volt-Architektur. Während der Atto 3 Evo die modernere Plattform erhält, verharrt die sportliche Limousine bei der alten 400-Volt-Technik. Das rächt sich massiv an der Ladesäule. Die maximale Ladeleistung stagniert bei bescheidenen 150 kW. Für eine vollständige Ladung von 10 auf 80 Prozent müssen Fahrer satte 37 Minuten einplanen. In einem Marktumfeld, das 2026 längst schnellere Zyklen bietet, wirkt dieser Wert beinahe aus der Zeit gefallen.
Immerhin liefert der chinesische Hersteller bei der Alltagstauglichkeit spürbare Verbesserungen. Das Ladevolumen im Heck wächst deutlich von 400 auf über 485 Liter an. Auch der Frunk unter der Fronthaube bietet mit nun 72 Litern deutlich mehr Platz für Kabel und Kleinkram. Äußerlich hält sich BYD dagegen extrem zurück. Abgesehen von frischen Felgendesigns und minimal korrigierten Logos gleicht der neue Seal optisch fast eins zu eins seinem Vorgänger.
Unter der Haube bleibt ebenfalls fast alles beim Alten. Kunden wählen weiterhin zwischen dem Heckantrieb mit 313 PS und der Allradvariante, die es auf stolze 530 PS bringt. Die bewährte LFP-Batterie mit einer Kapazität von 82,5 kWh ermöglicht eine Reichweite von bis zu 570 Kilometern. An der Fahrdynamik ändert sich durch das Update also nichts. Neu an Bord sind lediglich ein digitaler Bluetooth-Schlüssel sowie optimierte Systeme für die Fahrerüberwachung.
Letztlich fällt die Modellpflege eher ernüchternd aus. Wer auf einen echten technologischen Sprung gehofft hat, wird enttäuscht. Der Fokus lag offensichtlich auf der Optimierung des Stauraums und der Software-Details. Ein schwacher Trost für Interessenten bleibt die Preisgestaltung. BYD plant, die Verkaufspreise trotz der Verbesserungen beim Kofferraumvolumen stabil zu halten. Ob das reicht, um gegen die modernere 800-Volt-Konkurrenz zu bestehen, bleibt fraglich.

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