Skoda Epiq vorgestellt: Viel Stauraum und günstiger Einstieg im kompakten Format

Wer im Volkswagen-Konzern nach maximalem Laderaum fürs Geld sucht, landet seit Jahrzehnten verlässlich bei den tschechischen Importmodellen. Dieses ungeschriebene Gesetz behält auch im Elektrozeitalter seine Gültigkeit, wie die technische Basis der neuen MEB+-Plattform beweist. Während die Wolfsburger Konzernmutter mit dem ID. Polo auf klassische Schrägheck-Proportionen setzt und Cupra mit dem Raval die sportliche Nische bedient, schickt Skoda den neuen Epiq ins Rennen. Das Besondere an der Konstruktion zeigt sich beim Blick unter den Kofferraumboden. Weil die Ingenieure bei dieser Fahrzeugfamilie auf einen Frontantrieb setzen, entfällt die komplexe Elektrotechnik an der Hinterachse. Die Folge ist eine verblüffend simple Aufhängung, die extrem tief baut.
Das Resultat sind Platzverhältnisse, die das gesamte Segment der kompakten City-SUVs aufmischen. Trotz einer überschaubaren Gesamtlänge von 4,17 Metern schluckt das Heckabteil des tschechischen Stromers stolze 475 Liter. Zum Vergleich: Das sind 75 Liter mehr als im konventionell angetriebenen Skoda Kamiq und sogar fünf Liter mehr als im deutlich größeren Elektro-Bruder Elroq. Zusammen mit dem 25 Liter fassenden Zusatzfach unter der Fronthaube für die Ladekabel entsteht ein Nutzwert, der die Konkurrenz unter Druck setzt. Ähnliche Raumkonzepte nutzt in dieser Klasse sonst nur Hyundai beim Ioniq 3. Auch bei der Flexibilität im Alltag wurde mitgedacht. Eine optionale Anhängerkupplung verkraftet 75 Kilogramm Stützlast, was locker für den Transport von zwei schweren E-Bikes reicht. Je nach Batteriegröße zieht der Wagen zudem Lasten zwischen 500 und 1.200 Kilogramm.

Bei der Preisgestaltung nutzt der Hersteller die gewohnte Taktik. Der medienwirksam angekündigte Einstiegspreis von 25.900 Euro für das Basismodell Essence 35 ist vorerst reine Zukunftsmusik, da diese Variante mit der kleineren 37-Kilowattstunden-Batterie erst ab Ende September 2026 bei den Händlern stehen wird. Wer sofort bestellen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen. Der Konfigurator ist ab heute freigeschaltet, startet jedoch ausschließlich mit der großen Version Epiq 55 für mindestens 32.100 Euro. In diesem Preisgefüge distanziert sich das SUV immerhin um knapp 700 Euro vom technisch engen Verwandten aus Wolfsburg. Im Innenraum setzt die Marke auf recycelte Stoffe statt Tierleder, gesteuert wird über einen zentralen 13-Zoll-Bildschirm auf Android-Basis.
Die technischen Unterschiede zwischen den Modellvarianten betreffen vor allem die Zellchemie im Unterboden. In den günstigeren Versionen arbeiten robuste Lithium-Eisenphosphat-Zellen, die zwar langlebig sind, aber eine geringere Energiedichte aufweisen und nach knapp 310 Kilometern an die Ladesäule müssen. Das teurere Topmodell nutzt dagegen NMC-Akkus mit einer Mischung aus Nickel, Mangan und Kobalt. Das treibt den Preis nach oben, sorgt aber für 440 Kilometer Reichweite und eine höhere DC-Ladeleistung von 105 Kilowatt. Damit schrumpft der Ladestopp auf 24 Minuten. Unabhängig von der gewählten Batterie beherrschen alle Versionen das sogenannte One-Pedal-Driving für den Stadtverkehr und sind ab Werk technisch für das bidirektionale Laden vorbereitet, um Strom wieder zurück ins Netz oder in Haushaltsgeräte zu speisen. Das Kalkül dürfte aufgehen, da kompakte Crossover in Europa vor allem bei privaten Käufern hoch im Kurs stehen.

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