Speichermarkt: Ausverkauft bis 2027 treibt Preise hoch

Samsung 32Gbps GDDR7 DRAM
Quelle: Samsung
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Wer auf bald sinkende Preise bei Smartphones, PC-Arbeitsspeicher oder schnellen SSDs gehofft hat, wird enttäuscht. Die weltweiten Produktionskapazitäten für Arbeitsspeicher sind bis Ende 2027 restlos vergeben.

Für uns Endverbraucher bedeutet das eine spürbare Teuerung auf Jahre hinaus. Aus meiner Sicht zeigt sich hier die schattige Kehrseite des aktuellen KI-Booms, bei dem die Bedürfnisse normaler Käufer schlicht ignoriert werden.

KI-Kanzleien kaufen die Produktion der Chipgiganten ab

Die großen Speicher-Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron nehmen für das kommende Jahr bereits keine neuen Aufträge mehr an. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Anbieter von Cloud-Diensten und KI-Infrastruktur bestellen gigantische Mengen an HBM-Speicher und klassischem DRAM.

Wie das Branchenmagazin DigiTimes berichtet, sichern sich Großkunden die Bauteile mit satten Vorauszahlungen ab. Einige Einkäufer betteln demnach förmlich um Zuteilungen. Da der Bau neuer Halbleiterfabriken Jahre dauert, lässt sich das Angebot nicht mal eben kurzfristig erweitern.

Apple gerät unter Druck und SSDs verteuern sich drastisch

Sogar Schwergewichte wie Apple, die normalerweise von extrem langfristigen Lieferverträgen profitieren, spüren den Mangel deutlich. Ich gehe davon aus, dass die Smartphone-Hersteller diese höheren Produktionskosten ohne Zögern an die Endkunden weiterreichen oder baseline-Ausstattungen einfrieren.

Auch beim Speicher für SSDs sieht es nicht besser aus: Die Kapazitäten für NAND-Flash sind für 2027 bis Ende August 2026 ausgebucht. Eine gängige 1-TB-SSD kostet in den USA derzeit rund 189 Dollar (ca. 164 Euro) – das ist ein Preisanstieg von über 50 Prozent seit Jahresanfang. Eine Besserung zeichnet sich frühestens 2028 ab.

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