Smart #2: Endlich wieder ein echter City-Stromer!

Smart schickt den Smart #2 in die globale Erprobungsphase. Die offizielle Weltpremiere des elektrischen Zweisitzers ist für Oktober 2026 auf dem Pariser Autosalon angesetzt, der Marktstart folgt ab Q2 2027.
Was auf den ersten Blick wie eine klassische Modellpflege wirkt, ist in Wahrheit ein kompromissloser Befreiungsschlag. Statt das Fahrzeug auf eine bestehende Konzernarchitektur zu zwängen, setzt Smart auf eine eigens entwickelte Basis.
Eigene Plattform schlägt halbe Sachen
Technisches Fundament ist die neue Electric Compact Architecture (ECA). Diese Architektur ermöglicht extrem kurze Überhänge nach dem Prinzip wheels-at-the-corners sowie eine Fünflenker-Einzelradaufhängung hinten.
Das Ergebnis im Datenblatt lässt aufhorchen: Der Wendekreis von 6,95 Metern entspricht exakt dem früheren ForTwo. Kombiniert mit einer weiterentwickelten Tridion-Sicherheitszelle und gezielten Fahrwerksoptimierungen verspricht das Setup hohe Agilität ohne das gefürchtete nervöse Fahrverhalten kurzer Radstände.

LFP-Akku und Ladeleistung im Check
Beim Energiespeicher vollzieht Smart einen Strategiewechsel: Zum Einsatz kommt ein 35,7 kWh großer LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat), der eine WLTP-Reichweite von rund 300 km bereitstellen soll. LFP-Zellen gelten als extrem zyklensfest und vertragen tägliches Laden auf 100 %, reagieren bei Frost jedoch empfindlicher.
Beim Schnellladen visiert der Hersteller einen Ladehub von 10 auf 80 % in 20 Minuten an. Das entspricht einer durchschnittlichen DC-Ladeleistung von rund 75 kW. Für ein urbanes Fahrzeug ist dieser Wert eine Ansage an die Konkurrenz.
Durchrutschen statt Parkplatz-Frust
Im Innenraum nutzt Smart die Vorteile des reinen E-Antriebs konsequent aus. Durch den Verzicht auf eine klassische Mittelkonsole entsteht eine durchgehende Sitzbank.
In extrem engen Parklücken ermöglicht dieses Layout das mühelose Durchrutschen zur Gehwegseite. Gebaut wird das Fahrzeug in China. Bei einem erwarteten Einstiegspreis von etwa 20.000 bis 22.500 Euro entscheiden letztlich die EU-Importzölle und die Serienausstattung über den Erfolg in Deutschland.
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