Smart #2 soll unter 22.500 Euro kosten – das wäre ein Comeback mit Ansage

Blick auf das Smart Concept #2 vor einem schwarzen Hintergrund
Quelle: Smart
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Ein Elektroauto für unter 22.500 Euro gehört inzwischen fast zur Ausnahme. Genau in diese Preisregion soll der neue Smart #2 laut Europa-Chef Wolfgang Ufer vorstoßen. Gegenüber auto motor und sport erklärte er, der Einstiegspreis werde „unterhalb der Mitte“ einer Spanne zwischen 20.000 und 25.000 Euro liegen.

Smart nennt damit erstmals eine deutlich konkretere Preisrichtung für den elektrischen Zweisitzer. Die offizielle Vorstellung des Serienmodells ist für Oktober auf dem Pariser Autosalon geplant. Erst dann will der Hersteller den endgültigen Verkaufspreis veröffentlichen.

Smart kehrt zu seinen Wurzeln zurück

Der #2 wird zum direkten Nachfolger des Fortwo und orientiert sich wieder am ursprünglichen Markenkonzept.

  • 2,79 Meter Länge: Der Zweisitzer bleibt konsequent auf den Stadtverkehr ausgelegt. Der Wendekreis soll lediglich 6,95 Meter betragen.
  • 35,7-kWh-Batterie: Smart peilt rund 300 Kilometer WLTP-Reichweite an. Der Wert gilt derzeit noch als Entwicklungsziel.
  • Unter 20 Minuten laden: Der Akku soll sich per DC-Schnellladung in weniger als 20 Minuten von zehn auf 80 Prozent laden lassen.

Deutlich moderner als der alte Fortwo

Der technische Sprung fällt groß aus.

Der bisherige Smart EQ Fortwo bot je nach Version eine Batterie mit knapp 18 kWh und rund 130 Kilometer WLTP-Reichweite. Beim neuen #2 würden sich Akkukapazität und Reichweite damit mehr als verdoppeln.

Basis ist die neue Electric Compact Architecture (ECA). Die Plattform wurde speziell für besonders kompakte Elektrofahrzeuge entwickelt und soll trotz geringer Außenmaße mehr Platz sowie eine höhere Energieeffizienz ermöglichen.

Der Preis entscheidet über den Erfolg

Der wichtigste Punkt ist nicht die Reichweite.

Das Segment kleiner Elektroautos ist in Europa bislang überraschend dünn besetzt. Viele Hersteller konzentrieren sich auf größere und margenstärkere Modelle. Gleichzeitig bleibt der Preis für viele Käufer die größte Hürde beim Umstieg auf ein Elektroauto.

Genau hier könnte Smart eine Lücke schließen. Ein Einstiegspreis unter 22.500 Euro würde den #2 deutlich näher an klassische Kleinwagen bringen als viele aktuelle Elektrofahrzeuge. Damit würde das Modell in direkte Konkurrenz zu Fahrzeugen wie dem Renault Twingo E-Tech der nächsten Generation oder dem Volkswagen ID.1 rücken.

Produktion zunächst weiter in China

Smart plant die Fertigung des #2 zunächst in China.

Europa-Chef Wolfgang Ufer schließt eine Produktion in Europa aber nicht grundsätzlich aus. Voraussetzung seien ausreichend hohe Stückzahlen. Einen möglichen Standort oder einen konkreten Zeitplan nannte der Hersteller nicht.

Die Aussage überrascht kaum. Eine Fertigung in China ermöglicht derzeit niedrigere Produktionskosten und größere Skaleneffekte. Viele Hersteller kalkulieren ihre günstigen Elektroautos deshalb zunächst außerhalb Europas.

Europa bleibt der wichtigste Markt

Der Hersteller sieht den Schwerpunkt des #2 klar in Europa.

Deutschland gilt laut Ufer als wichtigster Einzelmarkt. Dahinter folgen Italien, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Portugal. Smart kann dabei auf eine ungewöhnlich große Bestandsbasis aufbauen. Allein in Deutschland sind nach Unternehmensangaben noch zwischen 300.000 und 400.000 Fortwo unterwegs. In Italien wurde der Zweisitzer seit 1998 rund 600.000 Mal verkauft.

Diese Zahlen zeigen, dass der Markt für extrem kompakte Stadtautos weiterhin existiert. Entscheidend wird sein, ob Smart den angekündigten Einstiegspreis tatsächlich erreicht. Genau davon dürfte abhängen, ob der #2 den Erfolg des Fortwo wiederholen kann.


Quelle: auto motor und sport

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