Smart #2: Geely-Plattform bringt den Fortwo-Nachfolger ab 20.000 Euro

Die Geely Electric Compact Architecture (ECA) bildet die technische Basis für den neuen Smart #2. Smart reaktiviert mit diesem Modell das vergessene Konzept des reinrassigen Elektro-Zweisitzers.
Ein extrem kleiner Wendekreis von nur 6,95 Metern soll die urbane Agilität des Modells garantieren. Die Gesamtlänge wächst im Vergleich zum alten Fortwo um rund 40 Zentimeter auf knapp 2,80 Meter.
Smart #2: Die technischen Spezifikationen im Check
Eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP-Chemie) im Unterboden stellt eine Kapazität von 35,7 Kilowattstunden bereit. Diese Akkugröße entspricht exakt der kommenden Konkurrenz rund um den geplanten VW ID.Polo. Der WLTP-Zyklus soll eine maximale elektrische Reichweite von bis zu 300 Kilometern bescheinigen.
Die maximale Ladeleistung an einer DC-Schnellladestation beträgt überschaubare 75 Kilowatt. Der Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent State of Charge (SoC) dauert unter 20 Minuten. Ein integriertes 400-Volt-Bordsystem ermöglicht diese kurzen Standzeiten trotz der geringen Peak-Leistung.
Das Cockpit des seriennahen Konzeptfahrzeugs bricht mit traditionellen Raumaufteilungen von Kleinstwagen. Eine durchgehende Sitzbank ohne starre Trennung verbindet den Fahrerbereich direkt mit dem Beifahrersitz. Klappbare Elemente in der Mitte integrieren die Schalter für die Fensterheber.
Das finale Serienmodell erhält für die Markteinführung ein fahrerorientiertes, zentrales Touchscreen-Display. Ein zusätzliches, kleineres Kombiinstrument hinter dem Lenkrad liefert die primären Fahrdaten.



Warum das neue ECA-Fahrwerk die Fahrdynamik verändert
Eine aufwendige Fünflenker-Hinterachse ersetzt das prähistorische De-Dion-Achsprinzip des alten Verbrenner-Modells. Der extrem tiefe Schwerpunkt des Akkus verbessert die mechanische Traktion in engen Kurven spürbar. Die bekannte Tridion-Sicherheitszelle schützt die Passagiere bei Unfällen trotz fehlender Knautschzonen an Front und Heck.
- MG4 Urban: Dieses chinesische Schrägheckmodell bietet deutlich mehr Innenraum zum ähnlichen Preis. Der Wendekreis ist unbrauchbar für die Parklücke. Käufer erhalten hier ein typisches Pendlerauto.
- Renault Twingo e-Tech electric: Der französische Konkurrent setzt ebenfalls auf urbanen Minimalismus mit vier Türen. Die Abmessungen übertreffen den Smart deutlich. Das Fahrzeug bleibt ein reiner Kompromiss.
- Smart #2: Der kompakte Premium-Stadtflitzer verlangt einen harten Verzicht auf Ladevolumen. Die Parkplatzsuche wird zum unschlagbaren Vorteil. Kunden zahlen den Premium-Aufschlag für zwei Sitze.
Der angepeilte Basispreis von 20.000 Euro positioniert den Zweisitzer im oberen Preissegment für Kleinstwagen. Größere Elektrofahrzeuge bieten für diesen Betrag oft wesentlich mehr Nutzwert im Alltag. Smart vertraut rein auf das Lifestyle-Argument und die exklusive Wendigkeit im dichten Innenstadtverkehr.
Quelle: Ecomento
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